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Tag 13: Cedar Point
Heute haben wir einen langen anstrengenden Tag vor uns. Daher klingelt der Wecker um 5:30 Uhr. Wir sind zwar müde, aber da wir uns auf den Tag freuen, stehen wir relativ schnell auf. Um 6:30 Uhr wecken wir dann die Kinder.
Nachdem wir alle aufgestanden sind, geht Bianca in die Küche und macht sich erst einmal einen Kaffee. Hier in der Küche gibt es eine Kaffeemaschine und unsere Vermieter haben auch ausreichend Kapseln zur Verfügung gestellt. Es gibt eine ganze Schublade davon.
Um 7:00 Uhr fangen wir an zu frühstücken. Wir gehen in die Küche, denn nur hier gibt es einen Tisch bzw. einen Tresen. Jeder von uns macht sich das, worauf er Lust hat. Und so essen wir wieder Cornflakes, Toast, Toasties und Joghurt. Anschließend machen wir uns auch noch ein paar Snacks für den Tag zurecht.
Um 7:50 Uhr verlassen wir unsere Unterkunft. Jetzt machen wir uns auf den Weg nach Cedar Point. Der Weg ist auch nicht weit, wir benötigen für die Fahrt nur etwa 15 Minuten. Nach ein paar Minuten fahren wir auf den Cedar Point Drive. Dies ist eine Straße, die über eine Brücke zu einer kleinen schmalen Insel im Lake Erie führt. Auf dieser Insel vor der Stadt Sandusky liegt Cedar Point.
Als wir über die Brücke fahren, können wir in der Ferne schon die ganzen Achterbahn Silhouetten sehen. Die Straße ist komplett leer. Wir sind die einzigen, die sich hier auf den Weg zum Park machen. Das kommt uns ein bisschen komisch vor, da wir davon ausgegangen sind, dass es hier einen riesigen Ansturm auf den Park gibt.
Als wir zum Eingang vom Parkplatz kommen, zeigen wir unseren Season Pass vor. Der Mitarbeiter beschreibt uns noch den Weg, aber leider haben wir das nicht so richtig verstanden. Vor uns war noch ein weiteres Auto, aber als wir weiterfahren, ist dieses nicht mehr zu sehen.
Und so fahren wir die Straße in den Park. Da wir so früh sind, gibt es aber noch keine Parkplatzeinweiser. Wir fahren ein ganzes Stück und kommen schließlich zu den Hotels und Mitarbeiterparkplätzen. Als wir endlich einen Mitarbeiter sehen, fragen wir ihn, ob wir hier richtig sind bzw. wo denn der Parkplatz für den Freizeitpark ist. Wir sind natürlich komplett falsch. Wir müssen wieder ein ganzes Stück zurückfahren und schließlich links abbiegen.
Wir parken unser Auto. Mittlerweile sind auch schon ein paar andere Autos hier. Als wir aussteigen, ist es ziemlich frisch. Da wir hier auch direkt am Wasser sind, weht ein ziemlich kühler Wind. Also ziehen sich die Damen noch eine Jacke an. Wir packen dann unseren Rucksack und die Bauchtaschen. Danach nehmen wir noch unsere Flaschen und gehen in Richtung Eingang. Auf dem Weg dorthin kommen wir an süßen Hecken vorbei, die die Form der Peanuts haben.
Mittlerweile hat sich am Security Check auch schon eine kleine Schlange gebildet. Es ist jetzt 8:15 Uhr und offenbar sind wir noch zu früh, denn hier tut sich noch nichts. Der Security Check macht erst um 8:30 Uhr auf. Und während wir hier warten, entscheiden wir uns, die Jacken wieder ins Auto zu bringen. Es wird im Laufe des Tages wahrscheinlich noch wärmer werden und da haben wir keine Lust, die Jacken die ganze Zeit in der Hand zu tragen. Also geht Matthias schnell zum Auto zurück.
Als er zurückkommt, ist auch der Security Check offen. Wir gehen hindurch und werden wieder einmal nicht gesondert kontrolliert. Jetzt stellen wir uns an die nächste Schlange bei der Ticketkontrolle. Auch hier ist es noch nicht offen, aber dieses Mal stehen wir ganz vorne. Neben uns in der Schlange stehen drei junge Männer mit Achterbahn T-Shirts. Wir lauschen kurz ihren Gesprächen und sie waren in den letzten Tagen auch in anderen Parks. Matthias versucht mit ihnen ins Gespräch zu kommen, aber sie haben offenbar keine Lust auf einen Plausch. Dafür wird Matthias von einem Jungen und seinem Vater angesprochen, die hinter uns stehen. Sie sprechen ihn auf sein Energylandia T-Shirt an.
Anschließend sprechen die drei noch über Cedar Point. Der Vater erzählt, dass sie gleich zu "Maverick" gehen und sich dort anstellen. Wir sind etwas verwundert, denn "Maverick" gehört nicht zu den Achterbahnen, die jetzt beim early entry aufhaben. Aber er meint, dass er sich lieber jetzt schon dort für eine Stunde anstellt, bevor es später noch voller wird.
Mit unserem Season Pass haben wir auch die Möglichkeit, eine Stunde vor der offiziellen Parköffnung in den Park zu gehen. Und heute sind "Gate Keeper", "Millenium Force" und "Iron Dragon" eine Stunde früher geöffnet.
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Kurz vor 9:00 Uhr beginnt dann die Ticketkontrolle und wieder einmal sind die Fotos von Bianca, Matthias und Antonia nicht mit dem Pass verknüpft. Also müssen wieder Fotos von uns gemacht werden. Das dauert natürlich, aber um 8:56 Uhr sind wir im Park. Wir laufen die Main Street entlang und sehen die ganzen Achterbahnen. "Gate Keeper" lassen wir erst einmal hinter uns. Damit wollen wir am Nachmittag oder morgen früh fahren. Unser Ziel ist "Millenium Force". Leider war die Achterbahn die letzten Tage geschlossen und auch heute ist sie zu. Also gehen wir zu "Iron Dragon". Hier ist es ganz leer. Doch als wir in die Station kommen, sagt man uns, dass es im Moment technische Probleme gibt und man nicht weiß, wann sie behoben sind. Wir sollten lieber zu einer anderen Bahn gehen.
Also verlassen wir die Station wieder. Dabei können wir sehen, dass sich bei "Siren's Curse" schon eine sehr lange Schlange gebildet hat. Und dass, obwohl die Bahn erst in 45 Minuten aufmacht. Und auch bei "Top Thrill 2" ist eine lange Schlange. Wir überlegen, was wir jetzt machen sollen. Zwei der drei Achterbahnen, die zur early entry aufhaben, fahren nicht. Wir könnten jetzt zum Eingang zurück laufen und zu "Gate Keeper" gehen. Wir entscheiden uns aber dafür, zum anderen Ende des Parks zu laufen und uns bei "Steel Vengeance" anzustellen. Wir sind ein bisschen sauer und enttäuscht, denn so haben wir eigentlich gar nichts von dem Vorteil des vorzeitigen Einlasses.
Der Weg zu "Steel Vengeance" ist ziemlich weit. Auf dem Weg dorthin versuchen wir auch, Getränke zu bekommen, aber die Stände sind noch alle geschlossen. Gegen 9:20 Uhr erreichen wir dann "Steel Vengeance". Es ist noch nicht sehr voll, aber wir müssen die ganze Zeit in der Sonne stehen. Wir stellen uns an und in der Zwischenzeit schließen wir unsere Rucksäcke, Bauchtaschen und Flaschen ein.
Um 10:00 Uhr sollte die Bahn eigentlich aufmachen. Aber während der gesamten Wartezeit haben wir noch keine Testfahrten gesehen. Erst kurz nach 10:00 Uhr sehen wir die ersten Wagen fahren. Mittlerweile ist der Platz vor "Steel Vengeance" schon richtig voll geworden. Alle Leute fragen sich, warum es hier nicht losgeht. Erst gegen 10:30 Uhr wird der Wartebereich geöffnet. Da wir aber sehr weit vorne stehen, sind wir somit auch mit die ersten, die in den Wartebereich gehen. Dieser ist ziemlich lang und es gibt natürlich auch einen Fast Pass Eingang, so dass auch noch einige Leute an uns vorbei gehen.
Kurz vor den Treppen, die hoch zur Station führen, gibt es dann noch Schließfächer. Da wir aber schon draußen alles eingeschlossen haben, benötigen wir diese nicht und können so noch einmal an einigen Leuten vorbei gehen. Danach müssen wir dann durch einen Metalldetektor gehen. Anschließend geht es die Treppen hoch zur Station.
Gegen 11:00 Uhr können wir dann langsam einsteigen. "Steel Vengeance" besitzt drei Züge mit jeweils sechs Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihen für zwei Personen. Wir werden in die hinteren Reihen eingeteilt. Bianca und Antonia gehen in die 10. Reihe und Viktoria und Matthias in die Reihe davor.
"Steel Vengeance" ist eine Stahlachterbahn des Herstellers Rocky Mountain Construction. Sie nutzt teilweise die Stützen der Mean Streak, die vorher an derselben Stelle stand. Die 1.750 m lange Strecke erreicht eine Höhe von 62,5 m und besitzt eine 61 m hohe erste Abfahrt von 90 Grad. Auf der Strecke wurden insgesamt vier Inversionen verbaut: eine Zero-g-Stall sowie drei Zero-g-Rolls.
Wir haben schon so viel von der Achterbahn gehört und freuen uns unglaublich darauf. Immerhin ist sie viele Jahre hintereinander zur beliebtesten Achterbahn der Welt gewählt worden.
Nach Verlassen der Station macht der Zug eine 180-Grad-Rechtskurve, überquert zwei kleine Bunny Hills und beginnt seinen Aufstieg auf den 62 m hohen Lifthill. Nachdem der Zug die Kuppe des Lifthügels überwunden hat, fällt er 61 m in einem 90-Grad-Winkel ab und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit von 119 km/h. Nach diesem Gefälle überquert der Zug einen Speed Hill und steigt dann auf einen größeren Airtime Hill an. Als nächstes erklimmt der Zug einen linksabbiegenden, 35 m hohen, nach außen geneigten Hügel, neigt sich leicht nach rechts und überquert ein Double-Up-Element, das zur ersten Inversion führt.
Der Zug neigt sich nach rechts, fährt unter dem Lifthilll hindurch und geht in eine überhöhte Rechtskurve, die einen Airtime-Hügel beinhaltet, der in die zweite Inversion mündet. Der Zug durchquert die Lifthügelstruktur ein zweites Mal und neigt sich nach unten, wobei er in ein weiteres Double-Up-Element in die Bremsstrecke in der Mitte der Strecke eintritt. Darauf folgt eine scharfe Linkskurve in einen kurzen, steilen Abhang, der leicht nach links abfällt. Der Zug fährt dann eine Aufwärtskurve nach links, überquert einen weiteren Airtime-Hügel und steigt erneut in eine leichte Linkskurve auf.
Anschließend fährt der Zug über einen kleinen Abhang in eine überhöhte Hochgeschwindigkeits-Linkskurve, die in die dritte Inversion mündet. Am Ende folgt ein Double-Up und eine weitere überhöhte Hochgeschwindigkeits-Linkskurve, gefolgt von einer letzten Rolle in der Schwerelosigkeit als vierte Inversion. Es folgt eine letzte überhöhte Linkskurve, gefolgt von einer Serie von sechs kleinen Airtime-Hügeln zum Finale. Anschließend erreicht der Zug die letzte Bremsstrecke und kehrt zur Station zurück.
Die Fahrt war wirklich super und auch unglaublich lang. Wahrscheinlich müssen wir sie noch einmal fahren, um beurteilen zu können, ob sie uns wirklich besser als "Zadra" gefällt.
Als wir die Station verlassen, können wir sehen, dass die Schlange jetzt schon richtig lang ist. Wir schauen in der App, wo wir als nächstes hingehen können. Ganz in der Nähe befindet sich "Maverick". Da ist zwar auch eine Wartezeit von 70 Minuten angezeigt, aber irgendwann müssen wir uns ja dort anstellen.
Also lassen wir alle unsere Sachen im Schließfach und gehen direkt die wenigen Meter zu "Maverick". Als wir dort ankommen, ist es bereits kurz nach 11:00 Uhr. Wir sind jetzt also schon seit zwei Stunden im Park und sind erst eine Achterbahn gefahren. Wenn das in dem Tempo weitergeht, werden wir wohl nicht allzu viel schaffen.
Wir gehen also in den Wartebereich, der wirklich sehr voll ist. So langsam wird es auch sehr warm und wir haben leider keine Getränke dabei. Hier stehen wir zunächst in einem Außenbereich bei dem es keine Überdachung gibt und wir stehen daher in der prallen Sonne. Danach geht es in einen überdachten Bereich, in dem es aber auch noch sehr viele Schlängel gibt. Zum Schluss geht es über eine Treppe nach oben zur Station. Hier werden wir auf die einzelnen Wagen und Reihen aufgeteilt.
"Maverick" verfügt über sechs dreiteilige Züge im Stil der Dampflokzeit, die jeweils zwölf Fahrgästen Platz bieten. Die Züge haben gestaffelte Sitzplätze und sind wie folgt benannt und gefärbt: Bret (Messing), Brent (Rotguss), Ben (Eisen), Beau (Gold), Bart (Silber) und Sam (Kupfer). "Maverick" wird mit Westernmusik untermalt, was zum Westernthema beiträgt. In der Station stehen zwei Züge hintereinander. Wir werden in den hinteren Zug eingeteilt. Bianca und Viktoria gehen in die dritte Reihe, Matthias und Antonia in die Reihe dahinter.
"Maverick" ist eine Stahl-Achterbahn von Intamin. Es gibt zwei Launch Punkte entlang der 1.360 m langen Strecke, die mit LSM betrieben werden. "Maverick" hat einen Fallwinkel von 95 Grad und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.
Zwei Züge werden gleichzeitig beladen und abgefertigt. Der vordere Zug wird gestartet, während der hintere Zug am Fuße des Lifthügels steht. Sobald der vordere Zug den Tunnel erreicht hat, wird der hintere Zug gestartet. Die Fahrt beginnt mit einem LSM-Start auf einen 32 m hohen Hügel mit 20 Grad Neigung. An der Spitze des Hügels fällt der Zug 30 m in einem Winkel von 95 Grad ab. Der Zug erreicht eine Geschwindigkeit von 92 km/h und durchfährt dann eine Reihe von Kurven, in denen er nach rechts, links und dann wieder nach rechts abbiegt. Dann geht es über einen 23 m hohen Airtime-Hügel, gefolgt von einer Rechtskurve, die in die Twisted Horseshoe Roll mündet. Diese besteht aus zwei hintereinander liegenden 360-Grad-Korkenzieher-Rollen mit einer 180-Grad-Kurve zwischen den beiden Korkenziehern. Der Zug macht dann eine Rechtskurve in den Tunnel, in dem die Fahrer langsamer werden und auf mehrere Bahnübergangsschilder und Laternen treffen.
Aus dem Tunnel, der sich unter dem Bahnhof befindet, startet der Zug mit 110 km/h und fährt 120 m weit. Am Ende des Tunnels geht es mit Trimmbremsen einen Hügel hinauf, gefolgt von einer hochgelegenen Kurve. Dann fährt der Zug durch eine Rechtskurve in eine Schlucht mit einer S-Kurve. Der Zug fährt danach unter dem Liftberg durch eine überhöhte Kurve mit 92 Grad. Anschließend biegt er nach rechts in eine weitere überhöhte Kurve, gefolgt von einem Airtime-Hügel. Anschließend biegt der Zug nach rechts in die Bremsstrecke ein.
Die Fahrt ist wirklich rasant und teilweise wird man etwas zu heftig in die Kurven geschleudert. Da wir am Anfang die Arme in der Luft haben, schlägt sich Viktoria in einer dieser Kurven den Ellenbogen an den Sitz. Danach macht ihr die Fahrt keinen Spaß mehr, da sie ganz schöne Schmerzen und einen blauen Fleck hat.
Grundsätzlich würden wir die Bahn aber noch einmal fahren. Nicht im Moment, da es jetzt immer noch unglaublich voll ist, aber vielleicht morgen noch einmal. Jetzt gehen wir erst einmal zurück zum Schließfach, um unsere Sachen zu holen. Als wir dann auch unsere Flaschen haben, holen wir uns zum ersten Mal Getränke. Wir holen uns Coke Zero und wollen auch unsere Wasserflasche aufgefüllt haben. Aber das ist leider nicht möglich. Wir bekommen nur einen kleinen Pappbecher mit Wasser. Wir sollen uns das Wasser an den Wasserspendern bei den Toiletten holen. Das machen wir dann auch, nur leider ist es unglaublich warm.
Es ist jetzt 12:20 Uhr und wir sind zwei Achterbahnen gefahren. Dann kommt noch die Sache mit dem Wasser hinzu. Cedar Point macht auf uns im Moment keinen guten Eindruck.
Aber trotzdem versuchen wir eine gute Laune zu behalten und so schauen wir in der App, welche Achterbahn in der Nähe und vielleicht auch nicht so voll ist. Dies ist "Cedar Creek Mine Ride". Die Bahn befindet sich ebenfalls im Westernbereich Frontier Town. Und hier soll die Wartezeit nur 10 Minuten betragen.
Wir gehen also dorthin und auf den ersten Blick sieht es wirklich leer aus. Wir gehen in den Wartebereich und die Schlange ist wirklich verhältnismäßig kurz. Am Ende stehen wir dann zwar doch etwa 20 Minuten, aber kein Vergleich zu den Bahnen vorher.
"Cedar Creek Mine Ride" ist eine Stahlachterbahn vom Typ Mine Train des Herstellers Arrow Dynamics. Die 774 m lange Strecke erreicht eine Höhe von 15 m und verfügt über zwei Lifthills. Die Bahn besitzt vier Züge mit jeweils fünf Wagen. In jedem Wagen können sechs Personen (drei Reihen à zwei Personen) Platz nehmen. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 68 km/h.
Bianca und Antonia setzen sich in die 12. Reihe, Matthias und Viktoria gehen in die 11. Reihe. Die Fahrt in "Cedar Creek Mine Ride" ist ganz lustig, aber wir sind schon bessere Mine Trains gefahren. Es kann aber auch daran liegen, dass wir im Moment nicht so gut auf den Park zu sprechen sind und unsere Laune eher schlecht ist.
Mittlerweile ist es 13:00 Uhr. Der Park ist wirklich voll und wir hoffen, dass jetzt einige Besucher zum Lunch gehen. Vielleicht ist jetzt eine günstige Zeit, um sich bei den Fahrgeschäften anzustellen. Die Achterbahn, die sich ganz in der Nähe befindet, ist "Gemini". Als wir hier in den Wartebereich gehen, ist es aber gar nicht so leer wie erwartet. Es geht auch nur langsam voran.
"Gemini" sind zwei Stahlachterbahnen des Herstellers Arrow Dynamics, die im Juni 1978 eröffnet wurden. Das Besondere an diesen Achterbahnen ist das Aussehen: Die Stahlrohrschienen sind auf eine Holzkonstruktion gebaut, so dass es den Anschein hat, sie wären Holzachterbahnen, obwohl sie Stahlachterbahnen sind. Die Strecken beider Bahnen verlaufen größtenteils parallel, so dass sich die Züge somit ein Wettrennen liefern.
Während wir warten müssen wir leider feststellen, dass nur eine Seite der Doppelanlage fährt, nämlich die rote Seite. Das ist natürlich schade. Erstens weil uns dann ein Count fehlt und zweitens weil der Sinn dieser Anlage damit nicht erfüllt wird. Allein kann man sich eben kein Rennen liefern.
Wir müssen am Ende etwa eine Stunde anstehen, bis wir an der Reihe sind. Wir haben zwischenzeitlich überlegt, die Warteschlange wieder zu verlassen, uns dann aber fürs Bleiben entschieden.
"Gemini" besitzt vier Züge mit jeweils fünf Wagen. In Jedem Wagen können sechs Personen in drei Reihen à zwei Personen. Als Rückhaltesystem kommen individuell einrastende Schoßbügel zum Einsatz. Bianca und Antonia gehen in die sechste Reihe, Matthias und Viktoria gehen in die Reihe davor.
Die Bahn ist 38 m hoch, 1.199 m lang und erreicht eine Geschwindigkeit von 97 km/h. Der Verlauf besteht hauptsächlich aus einer Reihe von erhöhten Kurven, die durch Airtime-Hügel miteinander verbunden sind, wobei das Finale aus einer nach oben geneigten Helix in die Bremsstrecke besteht.
Wir haben jetzt eine Stunde für die Fahrt angestanden und das war sie auf jeden Fall nicht wert. Nach fünf Stunden im Park sind wir jetzt vier Achterbahnen gefahren. Das ist keine gute Ausbeute. Damit sich das ändert, gehen wir jetzt in den Kinderbereich des Parks. Dies ist Camp Snoopy. Hier gibt es grundsätzlich drei Bahnen. Mal schauen, was wir davon fahren können.
Das Camp Snoopy ist wieder süß gestaltet. Bevor wir uns hier umschauen, gehen wir aber direkt zur ersten Bahn. Dies ist "Woodstock Express" und zum Glück ist es nicht so voll. Hier müssen wir nur 10 Minuten anstehen.
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"Woodstock Express" ist eine Juniorachterbahn aus Stahl von Vekoma. Der "Woodstock Express" verfügt über eine 540-Grad-Abwärtsspirale und eine 270-Grad-Abwärtsspirale. Seine Höhe wird mit 12 m angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit 40 km/h. Die Strecke ist ca. 335 m lang.
Es gibt einen einzelnen Zug mit acht Wagen. In jedem Wagen gibt es eine Reihe für zwei Personen. Der Zug sieht aus wie eine Lokomotive. Auf dem ersten Wagen sitzt auch Woodstock als Lokomotivführer.
Da wir uns trennen und nicht zwingend zu viert in einen Zug müssen, kommen wir auch schneller an die Reihe. Als erstes fahren Matthias und Viktoria. Die beiden setzen sich in die letzte Reihe. Die Fahrt ist ganz lustig, aber leider überhaupt nicht thematisiert. Und wir fahren auch nur eine Runde. Dafür lohnt sich die ganze Abfertigung gar nicht.
Als nächstes fahren dann Bianca und Antonia zusammen. Sie finden auch einen Platz in der letzten Reihe.
Nach der Fahrt laufen wir ein wenig durch den Kinderbereich Camp Snoopy. Direkt gegenüber von "Woodstock Express" befindet sich eine weitere Achterbahn. Hier steht "Wilderness Run". Dies ist eine Kinderachterbahn aus Stahl von Intamin. Die Bahn hat braune Stützen mit grünen Schienen, passend zum nahegelegenen Kinderbereich Camp Snoopy. Leider darf man diese Achterbahn nur fahren, wenn man ein Kind begleitet, das kleiner als 1 m ist. Da wir alle doch etwas größer sind und es hier auch nicht ganz so leer ist, versuchen wir es gar nicht erst und gehen weiter.
Wir machen ein paar Fotos bei Snoopy und gehen dann zu "Pipe Scream". "Pipe Scream" war den ganzen Vormittag laut App geschlossen. Also freuen wir uns, dass es jetzt geöffnet ist. Und es ist auch nicht voll. So gehen wir gleich in den Wartebereich. Wir müssen nur eine Fahrt warten und sind dann an der Reihe. Leider stehen wir relativ weit hinten so dass wir in eine Reihe ganz innen eingeteilt werden.
"Pipe Scream" ist ein Disk'O'Coaster von Zamperla. Anders als bei normalen Disk'O'Coastern sitzt man nicht in einer runden Gondel, sondern in einem Skateboard, dass sich dreht, während es die 100 m lange und 13 m hohe Strecke hoch und runter fährt.
So eine Art Disk'O'Coaster sind wir bisher noch nicht gefahren. Wir sind ziemlich gespannt, werden aber ganz schön enttäuscht. Die Fahrt ist wirklich langweilig. Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass wir ganz innen sitzen. So würden wir auf jeden Fall sagen, die Attraktion ist überflüssig.
Wir verlassen den Bereich Camp Snoopy wieder und gehen zur nächsten Achterbahn. Wir laufen an "Top Thrill 2" vorbei. Leider ist es hier immer noch sehr voll. Also heben wir uns diese Bahn für später oder morgen auf. Wir holen uns noch etwas zu trinken. Und an den Free Style Stationen können wir auch problemlos unsere Wasserflasche auffüllen.
Gegenüber von "Top Thrill 2" befindet sich "Corkscrew". Also gehen wir dorthin und stellen uns an. Hier ist es zum Glück nicht voll, so dass wir nach 10 Minuten an der Reihe. Als wir die Treppe nach oben zur Station laufen und eingeteilt werden sollen, fragt uns die Mitarbeiterin, ob wir noch Getränke in unserer Flasche haben. Als wir dies bejahen, bittet sie uns, diese auszukippen. Wir schauen etwas verdutzt, aber sie meint, dass wir es einfach von hier oben nach unten schütten sollen. Und als wir über das Geländer schauen, sehen wir unten auch eine ziemlich große Pfütze. Und jetzt verstehen wir auch, warum es hier so seltsam riecht.
"Corkscrew" besitzt drei Züge mit jeweils sechs Wagen. In jedem Wagen können vier Personen in zwei Reihen à zwei Personen Platz nehmen. Als Rückhaltesystem kommen Schulterbügel zum Einsatz. Da wir ganz vorne stehen, entscheiden wir uns für die letzten beiden Reihen. Bianca und Viktoria gehen in die letzte Reihe, Matthias und Antonia in die Reihe dahinter.
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"Corkscrew" ist eine Stahlachterbahn aus dem Jahr 1976 von Arrow Dynamics. Sie war die erste Achterbahn, die mit drei Inversionen ausgestattet wurde und die zweite Achterbahn mit einem Looping überhaupt. Die Achterbahn eröffnete nur acht Tage nach der Eröffnung der ersten Achterbahn mit einem modernen Looping - "Revolution" in Six Flags Magic Mountain.
Nach dem Verlassen der Station rollt der Zug eine kleine Abfahrt herab und in eine 180-Grad-Linkskurve, bis er den 30 Grad steilen, 26 m hohen Kettenlift erreicht. Nachdem der Zug den höchsten Punkt erreicht hat, fährt er bei einem Gefälle von 45 Grad den First Drop hinab und erreicht dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 77 km/h. Danach durchfährt der Zug einen kleinen Hügel, der für etwas Airtime sorgt. Die erste Inversion, der Looping, wird unmittelbar nach dem Hügel durchfahren. Nach einer weiteren Rechtskurve erreicht der Zug die beiden anderen Inversionen - den doppelten Korkenzieher, der sich über dem mittleren Weg des Parks befindet.
Die Fahrt ist gar nicht so schlimm, wie wir das erwartet haben. Aber eine Wiederholungsfahrt brauchen wir nicht unbedingt. Wir verlassen die Station wieder und gehen danach in Richtung Ausgang. Hier befinden sich auch einige Achterbahnen, die wir vorhin aber noch nicht beachtet haben. Hier stehen u.a. "Blue Streak" und "Raptor", wobei "Raptor" leider geschlossen ist.
Also gehen wir zu "Blue Streak". Hier ist es zum Glück auch ziemlich leer. Wir müssen etwa 15 Minuten warten, bis wir an der Reihe sind.
"Blue Streak" ist eine Holzachterbahn des Herstellers Philadelphia Toboggan Coasters. Der Name Blue Streak bedeutet so viel wie Blauer Zug. Allerdings ist nicht nur der Zug blau gefärbt, sondern - abgesehen von den Schienen - die ganze Bahn. Die Bahn ist 24 m hoch, 780 m lang und 64 km/h schnell.
"Blue Streak" besitzt zwei Züge mit jeweils vier Wagen. In jedem Wagen gibt es drei Reihen für jeweils zwei Personen. Wir fahren in der gleichen Konstellation wie eben. Und so fahren Bianca und Viktoria wieder in der letzten Reihe und Matthias und Antonia in der vorletzten. Der Operator, der hier an der Bahn arbeitet, hat sehr viel Spaß. Er lacht sich jedes Mal schlapp, wenn er die Ansagen macht. Das sorgt auf jeden Fall für gute Laune bei allen.
Die Strecke besitzt ein klassisches Out-and-Back-Layout. Nach dem Verlassen der Station erreicht der Zug nach einer Linkskurve den 24 m hohen Lifthill. Oben angekommen geht es in eine 22 m hohe Abfahrt von 45 Grad. Es folgen einige Hügel, bis der Zug das eine Ende der Strecke erreicht. Dort macht der Zug eine 180-Grad-Linkskurve, sodass er parallel entgegengesetzt zur bisherigen Streckenführung fährt. Hier besitzt die Strecke ebenfalls einige Hügel, bevor er in die überdachte Schlussbremse fährt.
Die Fahrt ist ganz lustig und hat Spaß gemacht. Nachdem wir aus der Bahn ausgestiegen sind, gehen wir in den hinteren Teil des Parks zurück, da "Raptor" immer noch geschlossen ist. Wir gehen jetzt zu "Iron Dragon". Hier waren wir ja heute Morgen als erstes, aber da hatte sie einen technischen Defekt. Jetzt fährt die Bahn wieder. Und der Wartebereich ist natürlich auch voller. Außerdem ist er in der prallen Sonne.
"Iron Dragon" ist ein suspended coaster von Arrow Dynamics. Die Bahn hat rote Schienen und gelb-orange Stützen. Bei dieser Art von Achterbahn hängen die Wagen an einem Fahrgestell unter der Schiene, so dass sie hin und her schwingen können. Einige Teile der Bahn sind auf künstlichen Lagunen gebaut, und die Strecke führt in bewaldete Gebiete und über Wasser. Iron Dragon verfügt über zwei getrennte Lifthügel. Beide Hügel sind nebeneinander gebaut und führen in entgegengesetzte Richtungen.
"Iron Dragon" verfügt über zwei Züge mit sieben Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihen für jeweils zwei Personen. Matthias und Antonia gehen in den letzten Wagen, Bianca und Antonia in die Reihe davor.
Nach dem Verlassen des Bahnhofs biegt die Bahn nach rechts ab. Nach der Auffahrt mit dem ersten Lift, der teilweise unter dem Lifthill von "Rougarou" und dem ersten Drop verläuft, geht es den ersten Drop hinunter und dann in eine weite Linkskurve hinauf. Diese führt zu einer Rechtskurve und einer Beinahe-Kollision mit dem Rougarou-Lifthügel, gefolgt von einer leichten Linkskurve und einer weiteren Rechtskurve. Die Fahrt geht abwärts, während sie nach rechts weitergeht, und wieder nach oben, um in eine abwärts führende 270-Grad-Helix einzubiegen, während sie die Bremsstrecke von Top Thrill 2 passiert. Der Zug fährt dann in die Bremsstrecke und den zweiten Lift, der in die entgegengesetzte Richtung wie der erste fährt. Das Gefälle des zweiten Lifts ist nicht sehr steil, und der Zug durchfährt eine Reihe von sanften Kurven.
Nachdem der Zug den hinteren Spike von "Top Thrill 2" passiert hat, fährt er in eine scharfe Rechtskurve. Der nächste Drop macht eine leichte Linkskurve, gefolgt von einer Rechtskurve und einem Drop in einer Helix im Uhrzeigersinn über die Lagune. Unter der brezelförmigen Helix befinden sich Wasserdüsen, die Nebel versprühen. Nach dem Verlassen der Helix geht es noch einmal bergab und bergauf, nach links und dann nach rechts, bevor es in die letzte Bremsstrecke und zurück zum Bahnhof geht.
Während der Fahrt und insbesondere auf der Bremsstrecke schwingen die Wagen extrem aus. Das ist ziemlich lustig, aber teilweise auch ein bisschen beängstigend.
Als wir aus der Bahn kommen, ist es bereits 16:20 Uhr. In den letzten 2,5 Stunden haben wir aber immerhin fünf Achterbahnen geschafft. Wir haben aber noch mehr als die Hälfte vor uns. Also gehen wir schnell weiter zu "Rougarou", die sich direkt nebenan befindet.
"Rougarou" ist ein Floorless Coaster des Herstellers Bolliger & Mabillard. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung die höchste, längste und schnellste Achterbahn ihres Typs. Die Bahn besitzt drei Züge mit jeweils acht Wagen. In jedem Wagen können vier Personen in einer Reihe Platz nehmen. Als Rückhaltesystem kommen Schulterbügel zum Einsatz. Komischerweise ist es hier relativ voll. Wir müssen etwa 20 Minuten anstehen, bis wir einsteigen können. Da wir von der Bahn nicht allzu viel erwarten ist es uns egal, wo wir sitzen. Und so gehen wir in die zweite Reihe. Matthias und Antonia setzen sich auf die äußeren Plätze, Bianca und Viktoria gehen nach innen.
Auf der 1.189 m langen Strecke werden vier Inversionen durchfahren. Dabei wird eine Höchstgeschwindigkeit von 97 km/h erreicht. Nach dem 44 m hohen Lifthill und der 42 m hohen Abfahrt von 52 Grad folgt ein 36 m hoher Looping. Die zweite Inversion wird gefolgt von einer 360-Grad-Helix deren Ausfahrt in den Inclined Loop führt. Vor der letzten Inversion - dem Korkenzieher - wird dem Zug auf einer Blockbremse etwas an Geschwindigkeit genommen, bevor dieser nach einigen Kurven in die Schlussbremse einfährt.
Die Fahrt ist nicht wirklich angenehm, aber das haben wir uns schon gedacht. Aber die Bahn schlägt nicht ganz so doll wie erwartet. Aber wir halten uns während der Fahrt lieber an den Griffen fest, damit der Kopf nicht so heftig gegen die Bügel schlägt.
Nach der Fahrt gehen wir in einen Teil des Parks, in dem wir noch gar nicht waren. Hier befinden sich Planet Snoopy und der Boardwalk. Unter anderem steht hier auch das Riesenrad. Aber es gibt mit "Wild Mouse" auch eine Achterbahn. Hier ist es auch nicht ganz leer und am Ende müssen wir 30 Minuten warten, bis wir einsteigen können.
"Wild Mouse" ist eine Spinning Maus von Zamperla. Die Bahn hat orange Schienen und gelbe Stützen. Es gibt sieben Wagen. In jedem Wagen sitzen vier Personen in einer Reihe nebeneinander. Die Bahn ist 16 m hoch, 400 m lang und 56 km/h schnell.
Wir setzen uns so, dass die Kinder auf der einen Seite sitzen und wir auf der anderen in der Hoffnung, dass die Gewichtsverteilung dann so ist, dass wir uns viel drehen. Das klappt allerdings nur bedingt, aber die Fahrt macht trotzdem Spaß.
Nach der Fahrt machen wir erst mal eine kleine Pause. Wir besorgen uns neue Getränke und laufen dann durch Planet Snoopy. Hier machen wir noch ein paar Fotos mit Snoopy.
Anschließend gehen wir aber wieder in den hinteren Teil des Parks, um die noch fehlenden Achterbahnen zu fahren. Wir laufen an "Top Thrill 2" vorbei, aber hier ist es immer noch sehr voll. Also gehen wir noch ein Stück weiter zu "Magnum XL 200". Bevor wir in den Wartebereich gehen, schließen wir unsere Bauchtaschen, den Rucksack und die Flaschen ein. Da wir hier in der Nähe von "Top Thrill 2" sind, sind die Schließfächer alle belegt und wir müssen noch ein Stück weiter gehen.
Zum Glück ist es hier gerade nicht voll und wir müssen nur 10 Minuten anstehen.
"Magnum XL-200" ist eine Stahlachterbahn des Herstellers Arrow Dynamics. Auf der 1.556 m langen, 62 m hohen und bis zu 60 Grad steilen Strecke beschleunigen die Züge auf eine Höchstgeschwindigkeit von 116 km/h. Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung im Jahr 1989 war "Magnum XL-200" damit die weltweit höchste, schnellste und steilste Achterbahn mit geschlossener Strecke. Zudem war sie der erste Hyper Coaster. Auf "Magnum XL-200" kommen drei in Schwarz und Weiß lackierte Züge zum Einsatz. Jeder Zug besteht aus sechs Wagen, in denen jeweils sechs Personen in drei Reihen Platz finden. Als Sicherung werden Schoßbügel verwendet.
Wir setzen uns relativ weit nach hinten. Die Kinder sitzen zusammen eine Reihe vor uns. Nachdem der Zug die Station verlassen hat, gelangt er nach einer 90-Grad-Rechtskurve auf den Lifthill. Oben angekommen, wird der Zug auf dem 60 Grad steilen First Drop auf seine Höchstgeschwindigkeit von 116 km/h beschleunigt. Der Zug erklimmt daraufhin einen 48 m hohen Airtime-Hügel und gelangt nach einer Linkskurve in den ersten der drei Tunnel, woraufhin er den 24 m hohen dritten Hügel überfährt. Nach einem Pretzel-Turn, in dem der Zug zunächst in einer 270-Grad-Linkskurve senkrecht auf die Küste des Eriesees zufährt und dann in einer weiteren 270-Grad-Linkskurve seine Fahrt in entgegengesetzter Richtung fortsetzt, durchfährt er den zweiten Tunnel. Es schließen sich mehrere kleine Bunny Hops und ein weiterer Tunnel an, bevor dem Zug von einer Bremse ein Großteil seiner kinetischen Energie genommen wird. Mit stark reduzierter Geschwindigkeit durchfährt er eine leicht geneigte links-rechts-Kurvenkombination, wird erneut verzögert und fährt anschließend wieder in die Station ein.
Die Fahrt ist ziemlich schmerzhaft. So einen schlimmen Hypercoaster sind wir noch nicht gefahren. Wir halten uns während der ganzen Fahrt fest, um die Schläge ein bisschen abzumildern. Das Schlimmste ist allerdings, als mitten in einer Abfahrt ein Handy durch die Luft fliegt. So schnell können wir gar nicht die Hände hochnehmen, um unsere Köpfe zu schützen. Aber auf einmal geht ein Schreien und ein Applaus durch den Zug, da einer der Mitfahrer das Telefon gefangen hat. Das hätte auch anders ausgehen können und einen von uns am Kopf treffen können.
Wir sind total sauer, aber als wir in der Station ankommen, gibt es auch keine Konsequenzen. Der Fänger des Telefons bekommt noch einmal Applaus und übergibt das Telefon. Für den Besitzer gibt es keine Konsequenzen.
Noch völlig unter Schock verlassen wir die Station. Da wir als nächstes "Top Thrill 2" fahren wollen, lassen wir unsere Sachen im Schließfach. Matthias packt noch sein Telefon dazu, da es hier einen Metalldetektor gibt. Leider ist es hier immer noch relativ voll und wir müssen 80 Minuten anstehen. Während dieser Zeit steigt unsere Aufregung, denn auf diese Bahn freuen wir uns ganz Besonders. Nachdem "Kingda Ka" in Six Flags Great Adventure "abgebaut" wurde, ist dies schließlich aktuell die höchste Achterbahn der Welt.
"Top Thrill 2" ist eine Stahlachterbahn, die 2003 ursprünglich als "Top Thrill Dragster" eröffnet wurde. In den Jahren 2022 bis 2024 wurde die Achterbahn umgebaut und mit elektrischen Linearmotoren ausgestattet. Der 128 m hohe Turm, der den Top-Hat trägt, blieb bei dem Umbau erhalten. Die ursprüngliche Achterbahn wurde vom deutschen Ingenieurbüro Werner Stengel entworfen und von der Schweizer Firma Intamin erbaut.
Die Bahn wurde dann jedoch von Zamperla umgebaut und unter dem Namen "Top Thrill 2" neu eröffnet. Beim ersten Abschuss werden die Züge noch nicht auf Höchstgeschwindigkeit, sondern nur auf ca. 120 km/h beschleunigt und die maximale Höhe zum Überwinden des Top-Hat wird dabei noch nicht erreicht. Die Züge rollen vom Top-Hat-Turm zurück und werden auf der LSM-Strecke ein zweites Mal in Rückwärtsfahrt auf ca. 163 km/h weiterbeschleunigt und fahren anschließend senkrecht auf den neuen Turm (Spike) hinauf. Nach der Abfahrt von diesem werden die Züge ein drittes Mal auf die Höchstgeschwindigkeit von rund 193 km/h beschleunigt und überwinden nun wie gehabt den Top-Hat.
Das Thema der Bahn ist Autorennen, ähnlich der Formel 1. Sowohl der Fahrbereich als auch die Züge sind mit einem stilisierten "CP Racing"-Logo verziert. Die neu gestaltete Anlage verfügt über drei von Zamperla gelieferte Züge mit jeweils fünf Wagen und Platz für jeweils 20 Personen. Als wir an der Reihe sind, werden wir in die ersten beiden Reihen eingeteilt. Antonia und Viktoria gehen in die erste Reihe und wir in die Reihe dahinter.
Wir sind ganz schön aufgeregt, als wir auf den Startbereich fahren und dann auf die Ampeln schauen. Eigentlich wird gesagt, dass man sich zurücklehnen und die Arme unten lassen soll. Aber wir nehmen die Arme trotzdem nach oben, zumindest auf den Strecken, auf denen wir vorwärtsfahren. Die Geschwindigkeit und die Höhe merken wir jetzt nicht so extrem. Aber die Fahrt macht unglaublich Spaß. Nur das Bremsen ist dann ziemlich extrem.
Vollkommen glücklich und mit viel Adrenalin verlassen wir die Station. Als wir zu den Schließfächern laufen, kommen wir an der Fotostation vorbei. Wir schauen uns die Fotos an und irgendwie hätten wir schon Lust, ein Andenken an die Fahrt zu haben. Also notieren wir die Fotonummer und gehen zu den Schließfächern. Anschließend gehen wir zurück und holen uns einen Saison Photo Pass. Da wir morgen auch noch einmal hier sein werden, lohnt sich das. Wir fragen auch, ob der Photo Pass in anderen Parks verwendet werden kann, doch leider kann uns der Mitarbeiter dies nicht beantworten.
Mittlerweile ist es 19:45 Uhr. Wir haben jetzt noch etwas mehr als zwei Stunden hier im Park. Also laufen wir zu den beiden großen Achterbahnen, die uns noch fehlen. Als erstes gehen wir zu "Valravn". Es wird eine Wartezeit von 70 Minuten angeschlagen, aber wir stellen uns trotzdem an. Vorher müssen wir allerdings noch unsere Sachen in die Schließfächer bringen.
"Valravn" ist ein Dive Coaster des Herstellers Bolliger & Mabillard. Die Bahn war zum Zeitpunkt der Eröffnung mit einer Länge von 1.041 m der längste und mit einer Geschwindigkeit von 121 km/h der schnellste Dive-Coaster der Welt, bis diese Rekorde 2019 von "Yukon Striker" in Canada's Wonderland gebrochen wurden. Die Strecke verfügt über drei Inversionen.
Der Name stammt vom dänischen Fabelwesen Valravn, einem Raben, der das Blut eines Kindes getrunken und dadurch übernatürliche Kräfte erhalten haben soll.
Nachdem wir etwa 60 Minuten gewartet haben, kommen wir in der Station an. Hier wird man auf die Wagen verteilt. Die Kinder machen Bianca eine Ansage, dass sie nicht wieder meckern soll, falls wir nicht in die erste Reihe kommen, was bei einem Dive Coaster natürlich der beste Platz ist. Aber im Moment sieht es ganz gut aus, dass es doch klappen müsste.
Als wir an der Reihe sind, zählen wir noch einmal durch, und leider sind wir eine Person zu viel. Komischerweise werden wir aber doch in die erste Reihe eingeteilt. Die Frau in der Reihe vor uns, spricht uns an und meint, dass sie nicht mitfahren wird. Sie fragt, ob wir vielleicht auf ihre Tochter aufpassen könnten, die allein fährt. Und natürlich machen wir das. Bianca setzt sich neben sie und redet beruhigend auf sie ein, da sie zum ersten Mal "Valravn" fährt.
"Valravn" besitzt drei bodenlose Züge mit jeweils drei Wagen. In jedem Wagen können acht Personen in einer Reihe Platz nehmen. "Valravn" ist der erste Dive Coaster mit "Westenbügeln", um die Passagiere in den Sitzen zu halten. Der Schulterbügel wird hierbei durch eine flexible Gummiweste ersetzt, die in einem soliden Schoßbügel endet. Zusätzlich sorgen zwei Stangen, die parallel zu der "Weste" verlaufen, für die Stabilität des Schoßbügels und fungieren als "Geländer" für den Fahrgast. Der Vorteil dabei ist die bessere Armfreiheit und bei ruckeligen Stellen schlägt der Kopf nirgends gegen.
Die Fahrt startet nach einer 180-Grad-Kurve mit einem Kettenlifthill, der den Zug auf 68 m Höhe befördert. Dann durchläuft er am höchsten Punkt eine 90-Grad-Kurve und fährt in die Haltebremse, bei der der Zug für eine kurze Zeit stehen bleibt, bevor er in einem Winkel von 90 Grad im 65 m langen First Drop auf 121 km/h beschleunigt. Es folgen ein Immelmann und eine Kurve zur Blockbremse, die sich direkt hinter dem First Drop befindet. Der Zug wird abgebremst und durchfährt eine zweite Abfahrt mit anschließendem Dive-Loop. Den Abschluss bilden eine Zero-g-Roll und ein Bunny Hop, bis der Zug letztendlich nach einer ca. 45-Grad-Kurve in die Schlussbremse einfährt.
Die Fahrt hat Spaß gemacht, allerdings hatte das Mädchen neben Bianca ein bisschen Angst, so dass sie die ganze Zeit auf sie eingeredet hat und die Fahrt dadurch nicht ganz so genießen konnte. Am Ende war das Mädchen aber glücklich.
Nachdem wir die Bahn verlassen haben, gehen wir schnell noch zu "Siren's Curse". Wir haben hier zwar eine Wartezeit von 90 Minuten. Doch wir hoffen, dass wir die Bahn noch fahren dürfen, wenn wir erst einmal in der Warteschlange sind.
Mittlerweile ist es auch schon dunkel geworden. Die Schlange sieht eigentlich gar nicht so lang aus, aber irgendwie geht es immer nur schubweise voran. Der Wartebereich ist ganz nett gestaltet. Alles wirkt etwas maritim. Es liegen verrottete Ölfässer herum und die Achterbahnstützen, um die sich der Wartebereich herumschlängelt, sehen aus wie verrostet. Und so dauert es am Ende etwa 80 Minuten, die wir hier in der Warteschlange stehen. Vor uns steht ein kleinerer Junge mit seinem Vater. Der Junge spricht einfach Antonia an und erzählt ihr von der Achterbahn und dass er die Bahn ganz toll findet. Und so unterhält sich Antonia eine Weile mit ihm.
Als wir gegen 22:00 Uhr endlich in die Nähe der Station kommen, kommen wir erst einmal an etlichen kleinen Schließfächern vorbei. Aber wir haben sowieso schon alles draußen eingeschlossen, so dass wir hier einige Leute überholen können. Anschließend gehen wir durch die Metalldetektoren. Bei Antonia schlagen sie an. Dies liegt offenbar an ihren Haarspangen. Der Mitarbeiter meint, dass sie sie abmachen muss, weil sonst die Achterbahn kaputt geht. Schließlich werden dort starke Magneten eingesetzt.
Wir sind etwas verwirrt, aber Antonia macht die Haarspangen raus und gibt sie beim Einsteigen in die Achterbahn einem Mitarbeiter.
"Siren's Curse" ist eine Stahlachterbahn von Vekoma. Es handelt sich um ein Tilt-Coaster-Modell, das erst am 28. Juni 2025 eröffnet wurde. Die Anlage ist 904 m lang, hat eine maximale Höhe von 49 m, einen 90-Grad-Fall und zwei Inversionen und ist damit Nordamerikas höchster, längster und schnellster Tilt Coaster.
Das Thema von "Siren's Curse" ist mit der Lage des Parks am Eriesee und der ehemaligen Lake Erie Shipping Co. verknüpft und nimmt Bezug auf die griechische Mythologie, in der "Sirenen" weibliche Wesen waren, die Seeleute mit Gesang in den Tod schickten. Die Züge der Attraktion verfügen über ein integriertes Audio- und Lichtsystem, das zum Thema passt.
"Siren's Curse" verkehrt mit zwei Zügen, die jeweils aus sechs Wagen mit jeweils zwei Reihen bestehen. Die Schienenfarbe ist rot, die Stützen dunkelgrau. Die Struktur des Lifthills ist einem Schiffskranturm am Eriesee nachempfunden. Die Neigung des Abhangs wird als "abgebrochenes" Schienenstück bezeichnet, da es sich um 90 Grad dreht, um die Passagiere abzusetzen.
Leider kommen wir weder in die erste noch in die letzte Reihe. Wir kommen aber relativ weit nach hinten. Wir sitzen im vorletzten Wagen. Matthias und Antonia gehen in Reihe neun und Bianca und Viktoria in die Reihe dahinter.
Die Fahrt ist toll. Das Tilt-Element ist wahrscheinlich in der ersten Reihe besser, wenn man die Chance hat, die offene Schiene zu sehen. In unserer Reihe ist es aber auch ganz gut, weil wir mit der Kippschiene ziemlich in die Höhe gehoben werden und eine gefühlte Ewigkeit dort hängen. Die anschließende Fahrt hatte jede Menge airtime.
Wir verlassen die Station nach der Fahrt und sichern unsere Fotos auf unserem Photo Pass. Wir halten die anderen Leute auch ein bisschen auf, weil wir noch die restlichen Fotos von den anderen Attraktionen sichern lassen. Aber zum Glück ist die Mitarbeiterin sehr geduldig.
Anschließend gehen wir zum Schließfach zurück und holen unsere Sachen. Es ist jetzt 22:10 Uhr und alle Wartebereiche sind geschlossen. Wir laufen also in Richtung Ausgang. Dafür, dass der Park bereits seit 10 Minuten offiziell geschlossen ist, ist es noch relativ voll.
Wir sind jetzt ziemlich geschafft, denn der Park ist sehr groß und wir sind heute sehr viel gelaufen. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass einige Bahnen geschlossen oder sehr voll waren. Dadurch sind wir einige Male hin und her gelaufen. Am Ende sind wir aber doch glücklich und zufrieden, auch wenn der Tag etwas unglücklich gestartet ist und am Anfang etwas schleppend war. Am Ende sind wir 15 Achterbahnen in 13 Stunden gefahren. Wir gehen zum Auto und holen uns ein paar Snacks und kühle Getränke aus dem Kofferraum. Dann machen wir uns auf den Rückweg in Richtung Unterkunft.
Wir fahren jetzt nicht direkt zur Unterkunft, da wir noch Hunger haben, Also suchen wir auf dem Weg nach einem Restaurant. Leider finden wir hier nichts. Also müssen wir erst einmal auf dem Navi schauen, was es hier in der Nähe gibt und welches Restaurant um diese Zeit noch offen hat. Das Einzige, was wir hier finden ist Taco Bell. In dieser Kette waren wir bisher noch nicht und überraschenderweise sind alle damit einverstanden.
Als wir dort ankommen, suchen wir uns einen Parkplatz und gehen hinein. Ein paar andere Gäste sind auch noch da. Wir gehen zu einem Automaten und geben unsere Bestellung auf. Das finden wir einfacher als zur Theke zu geben.
Matthias und Viktoria nehmen je einen Chicken Burrito. Bianca bestellt eine Chicken Bowl und Antonia nimmt einen Salat. Als Beilage nehmen wir drei Mal Pommes. Diese sind auch ziemlich günstig, was uns vielleicht hätte stutzig werden lassen müssen.
Wir setzen uns also an einen freien Tisch und warten auf das Essen. Nach kurzer Zeit ist es auch fertig. Wir wundern uns, wo die Pommes sind, die wir bestellt haben. Diese finden wir dann in den Burritos bzw. dem Salat. Sehr seltsam. Dafür, dass dann 5 Pommes im Burrito sind, waren sie dann doch teuer.
Das Essen ist jetzt keine große Offenbarung, aber wir werden einigermaßen satt. Um 23:15 Uhr verlassen wir Taco Bell wieder. Als wir nach draußen gehen, können wir sehen, dass hier noch ganz schön Betrieb ist.
Wir fahren jetzt noch 10 Minuten nach Hause, bringen unsere Sachen ins Haus, räumen alles kurz weg und machen uns dann bettfertig. Um 24:00 Uhr liegen wir alle im Bett und schlafen auch sehr schnell ein.
Der 13. Tag in Daten:
Datum
11.08.2025
Uhrzeit Ohio: Eastern Daylight Time (EDT = UTC-4h)Eintritt
Cedar Point(Eintritt USD 50,00 p.P. und Parken USD 30,00 im ALL PARK* PASSPORT enthalten)
Übernachtung
The Wilderness | In der Nähe von CP & SF, Sandusky (gebucht über airbnb.de
)
Preis pro Nacht (Apartment: 7 Gäste, 2 Schlafzimmer, 7 Betten, 1 Badezimmer): EUR 165,82Sonstige Ausgaben
Cedar Point, Locker: USD 15,00 (EUR 12,91)
Cedar Point, Fun Pix Photo Pass (All Season): USD 66,99 (EUR 57,85)
Taco Bell, Sandusky: USD 30,76 (EUR 26,56)Entfernung
14 Meilen gefahren
x.xxx Schritte gelaufen