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Tag 25: Washington D.C.

Heute können wir fast ausschlafen, denn der Wecker klingelt erst um 7:00 Uhr. Als erstes steht Bianca auf und kurz danach auch Matthias. Um 7:45 Uhr werden die Kinder geweckt. Während sich der Rest der Familie fertig macht, deckt Bianca schon einmal den Frühstückstisch. Um 8:30 Uhr sind wir alle so weit, dass wir frühstücken können.

Da wir gestern noch einkaufen waren, gibt es heute wieder Toasties, Toast, Bran Flakes, Cornflakes und Joghurt.

Nach dem Frühstück räumen wir ein bisschen auf, aber den Abwasch sparen wir uns für heute Abend. Anschließend packen wir ein paar Snacks und Getränke ein. Um 9:30 Uhr sind wir dann bereit zur Abfahrt. Wir gehen nach oben und bringen die Sachen ins Auto. Danach machen wir uns auf den Weg. Für die Fahrt nach Washington D.C. benötigen wir zwischen 40 und 60 Minuten, je nachdem zu welcher Tageszeit und an welchem Wochentag wir geschaut haben.

Wir fahren auf den Highway 267 und später auf die Interstate 66. Überraschenderweise sind die Straßen recht voll. Je dichter wir Washington D.C. kommen, desto voller wird es und die Straßen werden auch breiter. Kurz vor Washington verfahren wir uns dann leider einmal. Wir verpassen eine Abfahrt und müssen dann noch einmal wenden. Der Umweg kostet uns etwa 15 Minuten. Wir werden ein bisschen nervös, dass wir jetzt zu spät sind, aber am Ende geht es recht zügig voran.

Als wir den Potomac River überqueren, überqueren wir auch die Grenze von Washington D.C. Gleich hinter der Brücke müssen wir abfahren. Hier haben wir nämlich für heute einen Stellplatz in einem Parkhaus gebucht. Dieses finden wir dank Navi auch ganz einfach. Eigentlich ist das Parken in Washington recht teuer, doch der Stellplatz hier war ziemlich günstig.

Wir suchen uns einen Platz und nehmen unseren Rucksack und unsere Bauchtasche. Danach machen wir uns zügig auf den Weg. Wir müssen jetzt noch 15 Minuten bis zum Washington Memorial laufen. Hier haben wir für 11:30 Uhr Tickets gebucht. Als wir die Straßen entlang gehen und an den vielen Museen und Regierungsgebäuden vorbei kommen, fühlen wir uns gleich wohl. Wir finden es hier viel schöner als in New York. Hier sieht alles sauber und friedlich aus. Es ist auch wesentlich leerer. Aber es ist ja auch ein Samstag.

Um 11:20 Uhr kommen wir am Washington Memorial an und wir alle sind beeindruckt von seiner schieren Größe. Der Obelisk ist 169 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk in Washington D.C. Er wurde zu Ehren von George Washington erbaut, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gebaut wurde er aus weißem Marmor und steht majestätisch inmitten der National Mall, umgeben von einer Reihe von amerikanischen Flaggen.

Die Ranger teilen die Besucher in die entsprechenden Gruppen ein, da es unterschiedliche time slots gibt. Anschließend gibt es noch eine Einweisung, was man alles mitnehmen darf und was nicht. Natürlich darf man keine Waffen und Messer mitnehmen, aber auch keine Nagelfeilen. Da Bianca eine Nagelfeile aus Pappe dabei hat, fragt sie lieber noch einmal nach, denn erstechen kann man damit niemanden. Aber auch diese ist verboten, da man damit den Stein des Denkmals zerstören könnte. Also muss Bianca die Nagelfeile bei einer Bank deponieren. Mal schauen, ob sie nachher noch dort liegt.

Anschließend geht Bianca wieder zur Gruppe zurück. Wir müssen jetzt alle durch einen Metalldetektor gehen. Dabei wäre die Feile bestimmt nicht aufgefallen. Aber anschließend erfolgt noch eine manuelle Taschenkontrolle. Danach gehen wir mit unserer Gruppe zu einem Fahrstuhl. Dieser bringt uns in wenigen Sekunden auf eine Höhe von etwa 152 Meter. Wir steigen aus und befinden uns jetzt auf der Aussichtsplattform. Hier können wir durch kleine Fenster nach draußen schauen.

 

Wir haben von hier einen atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt. Wir können das Capitol, das Lincoln Memorial, den Potomac River und unzählige weitere Gebäude und Denkmäler sehen. Es ist ein wundervoller Überblick über diese historische Stadt und wir stehen eine Weile oben und schauen uns alles in Ruhe an.

Zum Glück ist es hier auch nicht so voll, so dass wir auch so lange wir wollen, an den Fenstern stehen bleiben und Fotos machen können. Es gibt auch eine kleine Ausstellung zum Bau des Denkmals, aber diese schauen wir uns nur oberflächlich an.

Um 12:00 Uhr stellen wir uns wieder am Fahrstuhl an, um nach unten zu fahren. Dies geht auch wieder sehr schnell und damit verlassen wir dann auch das Washington Memorial. Es war sehr schön und wir konnten schon einmal einen guten Eindruck von der Stadt gewinnen. Jetzt wollen wir uns aber alles auch von unten genau anschauen. Wir gehen aber erst einmal zu der Bank von vorhin und zum Glück liegt unsere Nagelfeile auch noch dort.

Und so machen wir uns auf den Weg in Richtung Capitol. Der Weg führt entlang der National Mall, einer großen parkähnlichen Rasenfläche. Entlang des Weges befinden sich viele Museum, von denen die meisten auch kostenlos zu besichtigen sind.

Um 12:25 Uhr kommen wir am Smithsonian Castle und dem Mary Livingston Ripley Garden vorbei. Das Smithsonian Castle, das 1855 aus rotem Sandstein gebaut wurde, ist das älteste Gebäude des Smithsonian Institution-Komplexes. Leider ist das Gebäude derzeit für eine umfangreiche Renovierung geschlossen, aber man kann die beeindruckende Fassade von außen gut bewundern. Direkt daneben liegt der Mary Livingston Ripley Garden - ein kleiner, gepflegter Garten zwischen dem Smithsonian Castle und dem Hirshhorn Museum. Es ist ein ruhiges, grünes Plätzchen inmitten der geschäftigen National Mall.

Wir laufen hier ein bisschen herum und machen Fotos. Dann stellen wir jedoch fest, dass dies eine Sackgasse ist und so müssen wir denselben Weg wieder zurück laufen.

Kurze Zeit später betreten wir das Hirshhorn Museum. Wir müssen durch einen Metalldetektor gehen und dürfen unseren Rucksack nur über einer Schulter tragen, damit wir nicht unbedacht irgendwelche Sachen im Museum umschmeißen. Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst ist von außen schon beeindruckend: ein rundes, zylindrisches Gebäude, das auf vier massiven Säulen steht und fast wie eine fliegende Untertasse wirkt. Das Hirshhorn gehört zum Smithsonian Institution und beherbergt eine bedeutende Sammlung moderner Kunst.

Eigentlich sind wir nur hier, weil wir auf die Toilette gehen wollen. Aber wenn wir schon einmal hier sind, können wir uns auch umschauen. Gerade gibt es hier eine Banksy x Basquiat Ausstellung. Die Kombination aus dem geheimnisvollen britischen Street-Art-Künstler Banksy und dem legendären amerikanischen Maler Jean-Michel Basquiat ist ganz schön. Wir schauen uns die Ausstellung ein wenig an.

Nach etwa 20 Minuten verlassen wir das Museum wieder. Anschließend laufen wir am National Museum of the American Indian vorbei. Das Gebäude mit seiner geschwungenen, fließenden Architektur fällt sofort auf - es erinnert an einen Felsen, der durch Wind und Wasser geformt wurde. Das Museum widmet sich der Geschichte, Kultur und Kunst der indigenen Völker Nordamerikas. Das Gebäude sieht wirklich toll aus und es ist auch im Außenbereich schön dekoriert und thematisiert. So richtig Lust haben wir jedoch nicht hineinzugehen und so machen wir nur ein paar Fotos von außen.

Wir verlassen jetzt die National Mall und überqueren die Straße. Hier befindet sich das Dwight D. Eisenhower Memorial. Das Memorial wurde 2020 eingeweiht und erinnert an den 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten und Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa während des Zweiten Weltkriegs. Entworfen wurde es von Frank Gehry. Das Monument besteht aus einem parkähnlichen Platz, der von riesigen Stahlsäulen eingerahmt wird, die einen gewaltigen Metallteppich tragen. Dieser Wandteppich zeigt eine Ansicht des Strandes der Normandie. Dazu gibt es Bronzestatuen und Steinreliefs, die verschiedene Stationen seines Lebens darstellen.

Wir setzen uns auf eine Bank und machen eine kurze Snackpause im Schatten. Es ist heute ziemlich warm und wir sind froh über jeden Schattenplatz und jede Klimaanlage im Museum. Das Memorial gefällt uns nicht so wirklich gut. Es ist sehr viel Beton und Stein und irgendwie erinnert uns das Ganze an protzige sozialistische Denkmäler.

Um 13:40 Uhr sind wir am Capitol Reflection Pool. Hier machen wir jede Menge Fotos. Der Pool spiegelt das Capitol-Gebäude wunderschön wider und man hat von hier aus einen fantastischen Blick.

Aber natürlich wollen wir auch bis direkt zum Capitol gehen. Also laufen wir um den Pool herum und gehen anschließend die Stufen zum Capitol hinauf. Das Kapitolgebäude der Vereinigten Staaten ist einfach imposant. In dem weiß leuchtenden Gebäude tagt der Kongress der Vereinigten Staaten. Das Gebäude ist jedoch eingezäunt. Ob das wegen des Sturms auf das Capitol so ist, wissen wir jedoch nicht. Wir machen auf jeden Fall viele Fotos.

Als wir uns von hier oben umdrehen, haben wir einen schönen Blick über den Reflection Pool und die National Mall bis zum Washington Memorial. Leider trüben ein paar Baukräne die schöne Sicht.

Auf eine Besichtigung des Capitols verzichten wir. Uns genügt der Anblick von außen. Und so machen wir uns auf den Weg zurück zur National Mall. Wir wollen jetzt zum Lincoln Memorial laufen. Dies ist ein ca. 4 km langer Fußweg. Wir laufen jetzt auf der anderen Seite der National Mall und kommen somit auch an anderen Museen vorbei.

Das erste Museum auf unserem Weg ist die National Gallery of Art - East Building. Das East Building wurde 1978 vom Architekten I.M. Pei entworfen und ist selbst schon ein Kunstwerk: Die charakteristische dreieckige Form und die Fassade aus Tennessee-Marmor machen das Gebäude zu einem Hingucker. Im Inneren gibt es beeindruckende Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Auch die offene Gestaltung und die teils verwinkelten Räume und Gänge sind interessant.

Wir schauen uns einige der Gemälde an. Hier hängen u.a. Bilder von Picasso, Miro und Kandinsky. Besonders begeistert uns die Kollektion von Andy Warhol. Seine bunten, ikonischen Werke kennen wir sonst nur aus Büchern und dem Internet. Sie jetzt einmal live zu sehen ist doch noch etwas ganz anderes.

Wir gehen noch nach oben auf die Dachterrasse. Irgendwie haben wir gehofft, von hier einen schönen Blick auf das Capitol zu haben. Aber der Blick ist dann etwas enttäuschend, weil er genau in diese Richtung verbaut ist. Aber immerhin gibt es hier eine große blaue Skulptur von einem Hahn.

Wir gehen die verwinkelten Treppen wieder nach unten. Im Erdgeschoss gibt es einen Tunnel zum West Building. Da Antonia sich hier gern umschauen möchte, gehen wir durch den Tunnel zum anderen Teil des Museums. So müssen wir nicht nach draußen in die Hitze.

Das West Building der National Gallery of Art ist das klassische Hauptgebäude aus dem Jahr 1941. Hier gibt es Gemälde aus dem Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert. Wir schauen uns unter anderem Bilder von Salvador Dalí an, was sehr interessant ist. Außerdem gibt es eine Ausstellung mit alten Möbelstücken und Skulpturen. Das ist allerdings nicht ganz so unser Geschmack. Wir finden die Kunstwerke zwar sehenswert, aber insgesamt sagt uns diese Richtung nicht so zu wie die moderne Kunst im East Building. Viktoria ist hier auch sichtlich gelangweilt und so beschließen wir nach kurzer Zeit weiterzuziehen.

Um 15:30 Uhr besuchen wir das National Museum of Natural History. Vor dem Museum stehen riesige versteinerte Baumstämme. Das Museum gehört ebenfalls zum Smithsonian Institution, ist kostenlos und zählt zu den meistbesuchten Museen der Welt. Gleich am Eingang begrüßt uns ein riesiger ausgestopfter Afrikanischer Elefant in der Rotunde. Auch hier sieht allein das Gebäude schon beeindruckend aus.

Da wir nicht so viel Zeit für das Museum haben, schauen wir uns vor allem die Dinosaurier-Skelette und die dazugehörigen Ausstellungen an. Es ist wirklich beeindruckend, wie riesig diese Tiere waren. Neben den Dinosauriern gibt es noch viele andere Exponate zu sehen, von Fossilien über Mineralien bis hin zu Ausstellungen zur menschlichen Evolution. Es gibt hier auch Stationen, an denen man Fragen beantworten und auf Bildschirmen tippen kann.

Wahrscheinlich gibt es hier noch so viel anderes zu sehen, aber da wir noch ein kleines Programm vor uns haben, verlassen wir das Museum nach 30 Minuten wieder. Auch die National Mall verlassen wir, denn jetzt wollen wir zum Weißen Haus gehen.

Das Weiße Haus, die Residenz des amerikanischen Präsidenten, liegt nicht weit von der National Mall entfernt. Natürlich kommt man nicht hinein, obwohl man sich grundsätzlich für eine Tour durch das Weiße Haus anmelden kann. Allerdings muss man dafür amerikanischer Staatsbürger sein. Wir laufen nur zum Zaun und machen Fotos. Es ist aber ziemlich weit entfernt. Das Gebäude ist kleiner, als man es sich nach all den Filmen und Serien vorstellt, aber trotzdem beeindruckend. Es ist einfach ein besonderes Gefühl, vor dem Weißen Haus zu stehen.

Wir laufen die großen Rasenfläche, den sogenannten President's Park zurück zum Washington Monument. Hier ist es natürlich sehr voll und alle machen Fotos. Also drehen wir uns auch noch einmal um und machen Fotos aus der Ferne.

Wir laufen noch einmal am Washington Monument vorbei, diesmal auf dem Weg zu den Memorials rund um den Reflecting Pool. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir das World War II Memorial. Das Memorial wurde 2004 eingeweiht und erinnert an die rund 400.000 amerikanischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Es besteht aus 56 Granitsäulen, die die damaligen 48 Bundesstaaten sowie weitere Territorien der Vereinigten Staaten repräsentieren. Leider ist der zentrale Springbrunnen wegen einer laufenden Renovierung abgeschaltet, was ein bisschen schade ist. Mit Wasser wäre das Memorial sicherlich noch beeindruckender.

Viele Amerikaner lassen sich hier vor der Säule ihres Bundesstaates fotografieren. Und auch wir werden einige Male gefragt, ob wir nicht Fotos von den Leuten machen könnten. Wir finden das Denkmal eher verstörend, weil es auch wieder so ein Steinklotz ist.

Also gehen wir lieber die Treppen hinunter zum Lincoln Memorial Reflecting Pool. Das lange Wasserbecken, das das Lincoln Memorial spiegelt, ist einer der bekanntesten Anblicke in Washington D.C. Wir machen natürlich viele Fotos.

Am Lincoln Memorial sehen wir schon die Menschenmassen. Wir kommen kaum die Treppen hinauf, da so viele Menschen hier sitzen und kein Gang für die Besucher frei gelassen wird. Das Memorial wurde 1922 fertiggestellt und erinnert an Abraham Lincoln, den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Das Gebäude ist im griechischen Tempelstil gehalten und beherbergt eine riesige Marmorstatue von Lincoln, die fast sechs Meter hoch ist. Wenn man vor der Statue steht, ist das schon beeindruckend. An den Wänden sind Lincolns berühmte Reden eingraviert, darunter die Gettysburg Address.

Die Amerikaner sind offenbar sehr beindruckt von dem Memorial, aber wir können dem auch wieder nichts abgewinnen. Es wirkt alles zu groß und mächtig und der Nachbau von antiken Gebäuden etwas skurril.

Daher bleiben wir auch nicht lange und verlassen das Lincoln Memorial nach kurzer Zeit schon wieder. Wir gehen jetzt aber noch nicht direkt zurück zum Parkhaus, auch wenn uns die Füße schon etwas weh tun. Wir laufen jetzt noch einen kleinen Umweg und gehen zum Korean War Veterans Memorial. Das Memorial erinnert an die Soldaten, die im Koreakrieg von 1950 bis 1953 gekämpft haben. Besonders eindrücklich sind die 19 lebensgroßen Stahlstatuen von Soldaten, die im Kampfeinsatz dargestellt sind. Die Figuren sehen täuschend echt aus. Auf einer schwarzen Granitwand daneben sind Gesichter von Soldaten eingraviert.

Hier machen wir auf einer Bank noch einmal eine kurze Pause, bevor wir weitergehen. Nach weiteren 10 Minuten stehen wir vor dem Martin Luther King Jr. Memorial. Das Memorial wurde 2011 eingeweiht und ist das erste auf der National Mall, das einem Afroamerikaner gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Stone of Hope - eine riesige Steinskulptur, die Martin Luther King Jr. zeigt, wie er mit verschränkten Armen und ernstem Blick aus dem Fels hervortritt. Die Figur ist beeindruckend und kraftvoll. Rundum sind Zitate von ihm in den Stein gemeißelt.

Wir müssen eine Weile warten, bis wir Fotos von dem Denkmal machen können, da hier gerade ein Brautpaar steht, das Fotos machen möchte. Auch die ganzen Brautjungfern stehen hier mit ihren hohen Schuhen in dem matschigen Boden rund um das Tidal Basin. Als nach einer gefühlten Ewigkeit alle Fotos gemacht wurden, können wir endlich zum Denkmal gehen und ebenfalls Fotos davon machen.

Wir laufen weiter um den kleinen See. Der Weg am Ufer ist ziemlich matschig und stellenweise weggebrochen, so dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht ins Wasser fallen.

Auf unserem Weg kommen wir zum Franklin Delano Roosevelt Memorial. Das Franklin D. Roosevelt Memorial ist das größte Präsidentendenkmal in Washington D.C. und erstreckt sich auf fast drei Hektar direkt am Ufer des Tidal Basin. Es besteht aus vier Freiräumen, die jeweils eine von Roosevelts vier Amtszeiten darstellen. Überall gibt es Wasserfälle, Skulpturen und in den Stein gemeißelte Zitate. Es ist eher ein Park als ein klassisches Denkmal. Aber auch hier erschreckt uns die Größe und wir finden es eher abstoßend als überwältigend.

Um 17:50 Uhr erreichen wir als letztes Highlight des Tages das Thomas Jefferson Memorial. Das Memorial wurde 1943 eingeweiht und erinnert an Thomas Jefferson, den dritten Präsidenten der Vereinigten Staaten und Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung. Das Gebäude ist im neoklassischen Stil mit einer großen Kuppel gehalten und liegt direkt am Tidal Basin. Im Inneren steht eine fast sechs Meter hohe Bronzestatue von Jefferson. Es ist ein sehr schöner und würdiger Abschluss unserer langen Runde durch die Memorials der National Mall.

Bianca und Antonia setzen sich auf eine Bank zwischen den Säulen des Memorials. Matthias und Viktoria sind noch draußen, da Viktoria versucht, einen Geburtstagsgruß an eine Freundin zu versenden, was allerdings wegen fehlender Internetverbindung nicht funktioniert.

Nach etwa 10 Minuten laufen wir dann zurück zum Parkhaus. Wir haben jetzt keine Lust mehr zu Laufen und wollen einfach nur schnell zum Auto zurück. Das ist leichter gesagt als getan. Das Navi schickt uns einen großen Umweg entlang, aber da wir denken, das dies nur für Autos gilt, versuchen wir auf direktem Weg zu laufen. Dazu müssen wir dann auch Straßen an Stellen überqueren, die eigentlich nicht für Fußgänger gedacht sind. Dadurch kommen wir dann an einer anderen Stelle am Parkhaus an als heute Morgen. Die Tür, die wir nehmen wollen, ist jedoch geschlossen. Also müssen wir jetzt doch einmal um das gesamte Gebäude laufen, um zur Einfahrt zu gelangen.

Auf dem Weg dorthin versucht Viktoria verzweifelt weiter, die Geburtstagsgrüße zu versenden. Als wir an einem Starbucks vorbei kommen, versucht sie auch, sich dort ins WLAN einzuloggen, aber nichts funktioniert. Also lassen wir sie kurz ihre mobilen Daten anmachen, um die Grüße zu versenden. Am Ende funktioniert das dann auch, aber es kostet EUR 50,00. Was auch immer in dieser kurzen Zeit an Daten heruntergeladen wurde.

Um 18:30 Uhr kommen wir endlich am Auto an. Wir sind alle ziemlich erschöpft nach diesem langen Tag voller Eindrücke, aber gleichzeitig auch begeistert von allem, was wir gesehen haben. Wir verlassen das Parkhaus und machen uns auf den Weg zurück zur Unterkunft. Da wir aber alle Hunger haben, fahren wir noch nach Reston. Hier suchen wir uns einen Parkplatz.

Reston sieht richtig schön aus. Es wirkt ziemlich europäisch mit kleinen Geschäften und Bürgersteigen. Außerdem ist hier alles schön mit Blumen bepflanzt. Als wir durch die Straßen laufen, kommen wir an einem Musik Festival vorbei. Die Straßen sind sehr voll, die Leute haben sich Stühle mitgebracht und auf einer Bühne spielt eine Band.

Dafür haben wir jetzt aber keine Zeit. Wir gehen direkt zu Chipotle. Matthias und Viktoria nehmen jeweils einen Burrito, einmal Steak und einmal Chicken. Bianca und Antonia entscheiden sich für eine Bowl. Bei Chipotle kann man sich alles selbst zusammenstellen, was immer sehr lecker ist. Komischerweise hatte Antonia heute aber keine Lust auf Chipotle.

Mit unserem Essen laufen wir dann zurück zum Auto. Anschließend fahren wir noch 10 Minuten bis zu unserer Unterkunft in Herndon. Dort gehen wir runter in unsere Wohnung und machen uns kurz frisch. Danach essen wir das mitgebrachte Essen. Es schmeckt sehr lecker und ist nach diesem langen Tag genau das Richtige.

Anschließend gönnen wir uns noch ein Ben & Jerry's Eis als krönenden Abschluss.

Nach dem Essen machen wir noch den Abwasch. Die Kinder gehen schon einmal in ihr Zimmer und legen sich aufs Bett. Unsere Füße tun uns ganz schön weh. Also gehen wir kurz danach auch in unser Zimmer und legen uns ebenfalls ins Bett. Um 22:00 Uhr gehen wir dann alle schlafen.


Der 25. Tag in Daten:

Datum
23.08.2025
Uhrzeit Virginia/Washington D.C.: Eastern Daylight Time (EDT = UTC-4h)

Übernachtung
Gemütliche Wohnung auf der unteren Ebene des Hauses , Herndon (gebucht über airbnb.de )
Preis pro Nacht (Gästesuite: 4 Gäste, 2 Schlafzimmer, 3 Betten, 1 Badezimmer): EUR 124,70

Sonstige Ausgaben
Parken in Washington D.C. (gebucht über SpotHero ): USD 15,99 (EUR 14,07)
Chipotle in Herndon: USD 47,75 (EUR 41,28)

Entfernung
69 Meilen gefahren
x.xxx Schritte gelaufen

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