Tag 26: Kings DominionHeute klingelt der Wecker wieder um 6:00 Uhr. Bianca steht kurz danach auf und macht sich fertig. Kurz danach steht dann auch Matthias auf. Um 6:30 Uhr wecken wir die Kinder. Während die beiden aufstehen und ins Bad gehen, bereitet Bianca schon einmal das Frühstück vor.
Um 7:30 Uhr können wir dann frühstücken. Heute gibt es Toast, Cornflakes, Toasties und auch noch die Reste von Biancas Käsekuchen.
Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen, füllen die Wasserflasche auf und stecken ein paar Snacks in den Rucksack. Wir nehmen außerdem unsere Season Bottle mit, mit der wir im Park kostenlos Getränke nachfüllen können.
Um 9:00 Uhr sind wir bereit zum Aufbruch. Wir bringen unsere Sachen nach oben und verstauen alles im Auto. Anschließend fahren wir von Herndon aus los. Heute geht es nach Kings Dominion in Doswell, Virginia. Die Fahrt dauert etwas über anderthalb Stunden. Unterwegs ist es ruhig und alle sind noch ein bisschen müde. Kings Dominion wurde 1975 eröffnet und gehört heute zur Six Flags Entertainment Corporation. Der Name des Parks kombiniert den Namen des Schwesterparks Kings Island in Ohio mit dem Beinamen von Virginia: Old Dominion State.
Um 10:30 Uhr erreichen wir den Parkplatz von Kings Dominion. Wir zeigen unseren Season Pass vor und können damit kostenlos auf den Parkplatz fahren. Dort suchen wir uns einen Parkplatz und stellen das Auto ab. Wir gehen durch die Sicherheitskontrolle und dann in Richtung Eingang. Und hier gibt es die erste Überraschung: Snoopy ist da! Der berühmte Beagle aus den Peanuts-Comics begrüßt die Gäste vor dem Eingang. Viktoria ist sofort begeistert und macht natürlich gleich ein Foto mit ihm.
Kurz vor 11:00 Uhr werden wir schon in den Park gelassen. Wir zeigen unsere Season Passes vor und betreten den Park durch die International Street, den Eingangsbereich von Kings Dominion. Hier ist alles sehr schön gestaltet: Die Gebäude rund um die breite Eingangsstraße sind im europäischen Stil gehalten und repräsentieren Länder wie Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Spanien und Italien. Es gibt Geschäfte und Restaurants. In der Mitte befindet sich ein langer rechteckiger Springbrunnen. Ganz am Ende der International Street steht der nachgebaute Eiffelturm. Er ist nicht so groß wie das Original in Paris, aber mit fast 101 m Höhe trotzdem beeindruckend und ein echter Hingucker. An klaren Tagen kann man von oben bis zu 30 Kilometer weit sehen. Vielleicht schaffen wir es ja heute einmal, nach oben zu fahren.
Unser erstes Ziel ist "Twisted Timbers", und so laufen wir zügig durch den Park. Die Achterbahn liegt im Bereich Candy Apple Grove. Als wir vor der Bahn stehen, lesen wir uns die Schilder durch. Da das Mitbringen von losen Gegenständen nicht erlaubt ist, müssen wir uns erst einmal ein Schließfach mieten. Wir legen alle unsere Sachen hinein, bevor wir uns in die Warteschlange stellen. Das ist immer ein bisschen blöd, weil wir so keine Fotos machen können.
Es ist jetzt so leer, dass wir bis zu Station vor gehen können. "Twisted Timbers" ist ein sogenannter Hybrid-Coaster, der 2018 auf dem Fundament der alten Holzachterbahn "Hurler" von Rocky Mountain Construction gebaut wurde. RMC ist dafür bekannt, alte Holzachterbahnen in hochmoderne Stahlbahnen zu verwandeln, die dabei auf dem originalen Holzgerüst aufbauen. Die Strecke ist 1.021 m lang, 34 m hoch und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 87 km/h.
Die Bahn ist im Stil einer verlassenen Apfelplantage der 1950er Jahre gestaltet. Der Wartebereich schlängelt sich an verbogenen Bäumen, umgestürzten Farmfahrzeugen und verrotteten Lagerhallen entlang. Die Züge selbst sehen aus wie verwitterte Ford-Pickup-Trucks aus den 1930er Jahren. Die Bahn hat drei Überschläge, drei Steilkurven und 20 Airtime-Momente.
Die Bahn hat zwei Züge mit jeweils sechs Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihen für jeweils zwei Personen. Bianca und Antonia setzen sich in die erste Reihe, Matthias und Viktoria gehen in die letzte Reihe.
Die Bahn hat uns richtig gut gefallen. Es gibt allerdings eine Stelle, an der einen die Bahn ganz schön in die Kurve schmeißt. Wir stellen uns gleich noch einmal an. Jetzt wissen wir ja auch, an welcher Stelle wir vorbereitet sein müssen. Wir können wieder direkt bis zur Station gehen. Diesmal sitzen Matthias und Viktoria in der zweiten Reihe, Bianca und Antonia in der vorletzten. Die Fahrt hat uns auch wieder sehr gut gefallen. Aber die Plätze hinten gefallen uns etwas besser als vorne.
Wir verlassen die Station und gehen gleich zu "Apple Zapple". Diese Bahn steht genau gegenüber von "Twisted Timbers". "Apple Zapple" ist eine Wilde-Maus-Achterbahn von Mack Rides, passend zur Candy Apple Grove-Thematisierung in Apfelorange und Grün gehalten. "Apple Zapple" verfügt über zehn Züge mit jeweils zwei Reihen und zwei Fahrgästen pro Sitzreihe. Die Strecke ist 400 m lang und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 56 km/h. Der Streckenverlauf besteht aus Haarnadelkurven, auf die zwei steile Abfahrten folgen. Die Kinder setzen sich natürlich in die vordere Reihe.
Die Fahrt hat viel Spaß gemacht. Wilde Maus Bahnen gefallen uns immer wieder sehr gut. Nach der Fahrt holen wir unsere Sachen aus dem Schließfach.
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Danach gehen wir gleich weiter zu "Racer 75". Dies ist eine klassische Holz-Rennachterbahn von Philadelphia Toboggan Coasters und eine der ursprünglichen Attraktionen des Parks aus dem Eröffnungsjahr 1975, daher auch der Name. Die Bahn hat zwei parallele Spuren, Rot und Blau, die gegeneinander antreten. Sie ist 26 m hoch, 1.027 m lang und erreicht bis zu 90 km/h. Jede Seite ist identisch gespiegelt aufgebaut, was bedeutet, dass die Fahrgäste auf beiden Seiten sich beim Fahren gegenseitig sehen können. Wir fahren zuerst die rote Seite.
Jede Seite hat zwei Züge. In jedem Zug gibt es fünf Wagen mit drei Sitzreihen für jeweils zwei Personen. Bianca und Antonia setzen sich in die vorletzte Reihe, Matthias und Viktoria gehen in die letzte Reihe.
Die Fahrt macht Spaß. Und für eine Holzachterbahn ist sie auch gar nicht so ruppig. Wir gewinnen sogar das Rennen gegen den blauen Zug. Es macht sehr viel Spaß, den anderen Zug während der Fahrt immer mal wieder zu sehen und abzuschätzen, ob man gewinnt oder nicht.
Als wir in die Station kommen, ist diese immer noch fast leer. Und so fragen wir, ob wir gleich noch einmal fahren können. Für die letzte Reihe steht schon jemand an. Und so gehen wir dieses Mal nach vorne. Bianca und Antonia setzen sich in die zweite Reihe, Matthias und Viktoria in die dritte. Leider gewinnen wir dieses Mal nicht. Wahrscheinlich sind wir zu leicht. Bei uns sitzen nur sehr wenige Personen mit im Zug. Aber es war trotzdem gut.
Theoretisch könnten wir jetzt wieder sitzenbleiben, aber jetzt wollen wir mal die andere Seite fahren. Und so wechseln wir auf die blaue Seite. Bianca und Antonia setzen sich ganz nach hinten in die letzte Reihe, Matthias und Viktoria in die vorletzte. Auch die blaue Seite macht großen Spaß. Und dieses Mal gewinnen wir wieder.
Obwohl die Bahn das gleiche Layout hat, wie die rote Seite, kommt uns die Fahrt hier etwas ruppiger vor. Und so verzichten wir auf eine weitere Fahrt.
Nach den vielen Fahrten besorgen wir uns erst einmal kühle Getränke. Wir füllen unsere Season Bottle und die Wasserflasche an einer Refill Station auf und machen eine kurze Pause. Es ist warm und die Erfrischung tut gut.
Die Achterbahn, die von hier aus am nächsten ist, ist "Grizzly". Und so machen wir uns direkt auf den Weg dorthin. "Grizzly" liegt tief in der bewaldeten Ecke des Park-Bereichs Old Virginia und ist seit 1982 in Betrieb. Die Bahn ist 27 m hoch, 964 m lang und erreicht eine Geschwindigkeit von 82 km/h. Das Besondere an "Grizzly" ist die Lage. Die Bahn schlängelt sich durch dichten Wald, und die Bäume scheinen gefährlich nah an der Strecke zu sein. Das erzeugt ein intensives Fahrgefühl, obwohl die Abstände natürlich sicher sind.
Der Eingangsbereich ist mit einer großen Steinskulptur eines Grizzlybären dekoriert. Die Bahn selbst hat ein großes Retracking durch The Gravity Group bekommen, was sie deutlich sanfter und gleichzeitig etwas aggressiver gemacht hat. Wir können bis zur Station vorgehen. "Grizzly" hat zwei Züge mit sieben Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihe für jeweils zwei Personen. Bianca und Viktoria sitzen in der letzten Reihe, Matthias und Antonia in der vorletzten.
Die Fahrt hat richtig Spaß gemacht. Wir haben uns schon auf das Schlimmste vorbereitet, aber die Fahrt war relativ sanft. Und wir hatten ziemlich viel airtime.
Jetzt wechseln wir auf die andere Seite des Parks. Hier steht die wahrscheinlich beste und bekannteste Achterbahn des Parks. Bevor wir in den Wartebereich gehen, fragen wir den Mitarbeiter, was mit unseren Sachen ist. Die Rucksäcke müssen wir einschließen, die Bauchtaschen können wir aber mitnehmen. Das machen wir dann auch, denn so können wir noch ein paar Fotos machen und können unsere Sonnenbrillen auflassen.
Und so gehen wir um 12:25 Uhr in den Wartebereich von "Pantherian". "Pantherian" war früher unter dem Namen "Intimidator 305" bekannt - 305 wegen der Höhe von 305 Fuß (93 m) und Intimidator nach dem NASCAR-Fahrer Dale Earnhardt. Als die Lizenzrechte für den Namen Intimidator ausliefen, wurde die Bahn 2025 in "Pantherian" umbenannt und mit einem Panther-Dschungel-Thema versehen, das zur Jungle X-Pedition-Zone des Parks passt. Gebaut wurde die Bahn vom Schweizer Hersteller Intamin und kostete damals 25 Millionen Dollar - die teuerste Attraktion in der Geschichte des Parks zu diesem Zeitpunkt.
Der Wartebereich ist nicht so voll. Wir müssen zwei Bahnen warten, bis wir an der Reihe sind. Die Bahn hat zwei Züge mit jeweils acht Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihe für jeweils zwei Personen. Matthias und Antonia sitzen in der vorletzten Reihe, Bianca und Viktoria in der Reihe davor.
Womit wir jetzt nicht gerechnet haben, ist, dass wir unsere Bauchtasche mitnehmen müssen. Es gibt keine Möglichkeit, sie hier an der Station zu verstauen. Hätten wir das gewusst, hätten wir sie auch im Schließfach gelassen. Jetzt müssen wir hier die Sonnenbrillen und Telefone verstauen und dann mit in die Bahn nehmen. Während der Fahrt und den heftigen Kurven hat Bianca Angst, dass alles darin kaputt geht.
"Pantherian" ist ein sogenannter Giga-Coaster, also eine Achterbahn mit mehr als 300 Fuß Höhe. Mit 93 m Höhe, einem fast senkrechten Abfall bei 85 Grad und einer Spitzengeschwindigkeit von 145 km/h, die bereits in der ersten Kurve nach dem Drop erreicht wird, ist sie eine der intensivsten Achterbahnen der Welt. Die Strecke ist 1.554 m lang und hat sechs Airtime-Hügel sowie mehrere bodennahe Hochgeschwindigkeitskurven. Die Hochgeschwindigkeitskurve gleich nach dem ersten Drop war beim Öffnen so extrem, dass die Fahrgäste darin kurz das Bewusstsein verloren - sie wurde daraufhin leicht angepasst.
Die Fahrt war ziemlich extrem und wir haben uns lieber die ganze Zeit festgehalten. Aber trotzdem hatten wir viel Spaß. Und zum Glück ist auch in den Bauchtaschen alles ganz geblieben.
Wir verlassen die Station und gehen anschließend zu "Flight of Fear". Da man hier alles einschließen muss, bringen wir unsere Bauchtaschen jetzt zum Schließfach. Anschließend gehen wir in den Wartebereich.
"Flight of Fear" ist eine der besonderen Bahnen des Parks. Sie ist komplett in einem riesigen geschlossenen Gebäude, das von außen wie ein Militärhangar aus Area 51 wirkt, inklusive der Nummer 18 an der Außenwand. Im Inneren steht eine lebensgroße, halb sichtbare fliegende Untertasse. Der Rest des Raumschiffs ist durch einen Spiegel simuliert, so dass es wie ein vollständiges UFO wirkt. Die Queue schlängelt sich durch einen Film-Set-ähnlichen Bereich mit Hazmat Suits, aktiven Computermonitoren, einer Fake-Radiostation und eingefrorenen Figuren in Kryoröhren.
Zum Glück müssen wir hier nicht so lange anstehen wie in Kings Island, wo wir über eine Stunde angestanden haben. Jetzt gehen wir so schnell durch den Wartebereich, dass wir uns gar nicht alles genau anschauen können.
Die Bahn wurde von Premier Rides gebaut und war die erste LIM-Katapultbahn der Welt. Statt eines klassischen Lifthügels wird man in vier Sekunden von 0 auf 87 km/h katapultiert, und das in völliger Dunkelheit. Auf den Launch folgt eine cobraroll mit zwei Überschlägen, ein Looping und weitere enge Kurven durch das Dunkel.
Die Bahn hat drei Züge mit jeweils fünf Wagen. In jedem Wagen befinden sich zwei Reihen für zwei Personen. Antonia und Viktoria sitzen in der letzten Reihe, Bianca und Matthias in der vorletzten.
Der Start ist ganz schön heftig und die Fahrt im Dunkeln ist nicht schlecht. Allerdings finden wir die Fahrt ziemlich ruppig und so richtig Spaß haben wir nicht. Eine Wiederholungsfahrt benötigen wir nicht.
Nach der Fahrt holen wir unsere Sachen aus dem Schließfach und gehen in den neu gestalteten Teil des Parks. Hier stellen wir uns bei "Reptilian" an. Die Bahn ist eine sogenannte Bobsled-Achterbahn von Mack Rides aus dem Jahr 1988. Sie ist die einzige Bobsled-Bahn in den USA. Statt auf Schienen zu fahren, gleitet die Bahn in einem halboffenen Kanal, ähnlich wie ein echter Rennschlitten. Das bedeutet, dass der Wagen schaukelt und seitlich schwingt. Früher war die Bahn als Olympia-Bobsled-Rennen thematisiert, heute trägt sie das Reptilien-Thema der Jungle X-Pedition Zone.
Wir gehen bis zur Station vor und müssen etwa fünf Minuten warten, bis wir an der Reihe sind. Es gibt drei Züge in den Farben Rot, Orange und Blau. Jeder Zug hat sieben Wagen. In jedem Wagen können zwei Fahrer hintereinander sitzen. Eigentlich wollten wir in einem Zug zusammen fahren, aber irgendwie haben wir uns verzählt bzw. es sind Leute einzeln gefahren, bei denen wir erwartet haben, dass sie zusammen fahren. Und so müssen wir jetzt getrennt fahren. Antonia und Viktoria sitzen in der vorletzten Reihe des blauen Zuges, im nächsten Zug sitzen Bianca und Matthias dann in der letzten Reihe.
Die Bahn fährt etwas ruckelig und holperig. Aber das hatten wir schon erwartet. Es ist auf jeden Fall nicht so schlimm wie "La Vibora" in Six Flags Fiesta Texas. Insofern hat es eigentlich Spaß gemacht. Als wir aus der Bahn kommen, warten die Kinder schon auf uns.
Eigentlich würde es sich anbieten, jetzt zu "Tumbili" und "Rapterra" zu gehen, aber hier sind die Wartezeiten so lang, dass wir lieber erst woanders hingehen und schauen, ob es heute Nachmittag oder Abend leerer wird. Daher gehen wir jetzt erst einmal zum "Backlot Stunt Coaster". Der "Backlot Stunt Coaster" ist ein Familien-Coaster von Premier Rides mit einem Filmstunt-Thema. Die Bahn ist 600 m lang und erreicht eine Geschwindigkeit von 64 km/h via zwei Katapultstarts.
Auch hier ist es zum Glück ganz leer, so dass wir direkt zur Station durchlaufen können. Die Bahn hat drei Wagen pro Zug. Insgesamt gibt es drei Züge in den Farben Weiß, Rot und Blau. Jeder Wagen ist wie ein Auto gestaltet und hat zwei Reihen für je zwei Personen. Wir stellen uns für die letzte Reihe an, da es hier gerade leer ist. Dann müssen wir zwar getrennt fahren, aber das macht nichts. Und so sitzen Bianca und Antonia in der letzten Reihe im weißen Zug, im nächsten Zug, dem roten, sitzen Matthias und Viktoria ebenfalls in der letzten Reihe.
Nachdem wir eingestiegen und abgefertigt sind verlassen wir die Station und fahren in ein dreigeschossiges Parkhaus, durch dessen Stockwerke wir uns zwei Mal spiralförmig hochschrauben. Dann geht es auf eine Straße zwischen blinkenden Polizeiautos mit Sirenen. Nach einer steilen Kurve von 88 Grad taucht man in eine Untergrundbahn-Atmosphäre ein - und plötzlich steht vor uns ein Hubschrauber. Leider funktioniert die Pyrotechnik nicht. Ein zweiter Katapultstart schießt uns dann durch einen Tunnel, über eine Wasserkaskade und durch ein zerbrochenes Reklameschild.
Die Fahrt macht Spaß, aber mittlerweile sind wir schon einige Bahnen vom Typ des Stunt Coasters gefahren, so dass es kein neues Erlebnis mehr ist. Aber die Bahn kommt uns insgesamt etwas ruhiger vor als die anderen Versionen.
Jetzt gehen wir in den Kinderbereich Planet Snoopy. Unser erstes Ziel ist der "Woodstock Express". Dies ist eine kleine, klassische Holzachterbahn, die bereits 1975 mit dem Park eröffnet wurde. Sie ist 9 m hoch und 422 m lang. Heute trägt sie das Woodstock-Thema passend zur Peanuts-Welt des Kinderbereichs.
Der Wartebereich ist komplett leer und wir gehen bis zur Station vor. Die Bahn hat zwei Züge mit jeweils fünf Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihen für zwei Personen. Antonia und Viktoria sitzen in der vorletzten Reihe, Bianca und Matthias in der Reihe davor.
Die Fahrt war okay. Eine schöne Holzachterbahn für Kinder. Wir hatten auf jeden Fall Spaß.
Wir gehen jetzt weiter zur nächsten Achterbahn in diesem Bereich. Dies ist eine noch kleinere Bahn. Wir schauen auf den Schildern zunächst einmal, ob wir sie überhaupt fahren dürfen. Und da nichts Gegenteiliges hier steht, stellen wir uns an.
Der "Great Pumpkin Coaster" ist eine kleine ovale Familienbahn von E&F Miler Industries, Insgesamt gibt es sechs Wagen im Zug. Da jeder von uns in einem eigenen Wagen sitzen muss, sitzt Bianca in der dritten Reihe von hinten, Antonia in der vorletzten, Viktoria in der letzten Reihe. Matthias fährt im nächsten Zug in der letzten Reihe. Die Bahn ist natürlich nichts Wildes, aber macht trotzdem Spaß.
Kurz nach unserer Fahrt auf dem "Great Pumpkin Coaster" kommen wir in den Genuss einer Parade. Eine Gruppe bunt gekleideter Clowns marschiert durch den Planet Snoopy Bereich, spielt Musik und sorgt für gute Stimmung. Offenbar hat jemand in der Nähe gerade Geburtstag, denn plötzlich spielen sie Happy Birthday.
Wir laufen noch ein bisschen durch den Snoopy Bereich. Hier findet Antonia eine Figur von Woodstock. Und natürlich machen wir ein paar Fotos von ihr mit Woodstock.
Etwas weiter entfernt steht dann noch eine Snoopy Figur. Hier möchte Viktoria gern ein Foto machen. Sie hatte ihn ja schon vor dem Eingang getroffen, aber ein zweites Bild schadet nie. Also stellt sie sich zu Snoopy, während wir ein paar Fotos machen.
Es ist jetzt fast 15:00 Uhr und wir müssen noch drei Achterbahnen fahren. Also gehen wir jetzt weiter zu "Dominator", da die Bahn hier in der Nähe steht. "Dominator" ist ein Stahlcoaster des Herstellers Bolliger & Mabillard und wurde ursprünglich im Jahr 2000 als "Batman: Knight Flight" in einem anderen Park in Ohio gebaut. 2008 kaufte Cedar Fair die Bahn und transportierte sie nach Kings Dominion, wo sie seither betrieben wird. Heute ist "Dominator" mit 1.280 m Streckenlänge der weltlängste Floorless Coaster. Die Bahn ist 48 m hoch. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 105 km/h und hat fünf Überschläge: einen 41 m hohen Vertikalloop, eine cobraroll mit zwei Inversionen sowie zwei sich überkreuzende Korkenzieher.
Auch hier ist überhaupt nichts los. Wir können direkt zur Station gehen und mit dem nächsten Zug fahren. Es gibt drei Züge mit jeweils acht Wagen, wobei heute nur zwei Züge fahren. In jedem Wagen können vier Personen in einer Reihe sitzen. Wir stellen uns für die letzte Reihe an und Bianca und Viktoria sitzen außen.
Die Fahrt ist intensiv und macht Spaß. Aber es gibt doch an der ein oder anderen Stelle ein paar Schläge, so dass wir insgesamt ziemlich angespannt in der Bahn sitzen.
Ganz in der Nähe gibt es eine weitere Attraktion, die wir schon in anderen Parks gesehen haben, in die wir aber nie gehen konnten, weil die Warteschlangen zu lang waren. Hier ist es jetzt aber ganz leer und so stellen wir uns bei "Boo Blasters on Boo Hill" an. "Boo Blasters" ist ein interaktiver Dark Ride von Sally Corporation. Wir gehen direkt in die Station und steigen in den Wagen. In dem Wagen gibt es zwei Reihen. Die Kinder gehen nach vorn und wir setzen uns nach hinten. Jeder im Wagen hat eine Laserkanone und versucht, möglichst viele der beleuchteten Ziele in den Spukhausszenen zu treffen. Die Kulissen sind im Stil eines Halloween-Friedhofs und Geisterschlosses mit Blacklight-Gemälden, Skeletten und allerlei Gruselgestalten gehalten.
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Die Fahrt macht Spaß und die Kulissen sehen schön aus. Antonia wird ein bisschen sauer, weil sie die Ziele nicht so richtig trifft bzw. sie keine Punkte bekommt. Den Wettkampf gewinnt heute Viktoria mit 870 Punkten eindeutig - Matthias wird mit 480 Punkten Letzter. Damit ziehen wir ihn heute den ganzen Tag auf, da sonst immer Antonia oder Matthias gewinnen.
Jetzt wird es aber Zeit für die beiden verbleibenden Achterbahnen. Wir gehen zurück in den Jungle X-Pedition Bereich. Hier stellen wir uns bei "Tumbili" an. "Tumbili" (Suaheli für Affe) ist ein 4D Free Spin-Coaster von S&S Worldwide und wurde 2022 eröffnet. Bei "Tumbili" rotieren die Sitze frei um die eigene Achse. Kein Fahrtprofil ist wie das andere, weil die Rotation durch das Gewicht der Fahrgäste, deren Bewegungen und Magnetfelder beeinflusst wird. Die Bahn ist nur 770 m lang, aber das spielt keine Rolle - die Unvorhersehbarkeit macht sie extrem lustig.
Die Bahn ist sehr schön thematisiert. So einen schönen 4D Free Spin Coaster haben wir bisher noch nicht gesehen. Die Warteschlange ist nicht wirklich voll, aber irgendwie geht es nicht wirklich voran. Da man bei 4D Free Spin Coastern auf zwei Seiten einsteigen kann, teilt sich die Warteschlange irgendwann. Aber niemand vor uns geht auf die andere Seite. Also gehen wir irgendwann an den vor uns wartenden vorbei auf die andere Seite. Hier ist es komplett leer. Erst viel später kommen dann mal andere Leute hinter uns auf diese Seite. Uns soll es recht sein, wir müssen so nur 10 Minuten warten.
In den Wagen sitzt man sich beim Einsteigen zu zweit gegenüber. Bianca und Antonia fahren zusammen, Matthias und Viktoria ebenfalls. Bianca und Antonia mögen es, wenn sie beim Hochfahren auf dem senkrechten Lift von der Schiene wegschauen, da dann die ersten Überschläge unerwartet kommen.
Die Fahrt macht Spaß und wir drehen uns insgesamt ziemlich oft. Viele Leute mögen diesen Typ Achterbahn nicht, aber wir finden die Fahrt eigentlich ganz lustig, auch wenn die Überschläge oftmals etwas ruckartig sind und man schnell Kopfschmerzen bekommen kann.
Wir verlassen die Station und gehen gleich zur gegenüberliegenden Bahn. Bevor wir in den Wartebereich gehen, schließen wir noch unsere Sachen im Schließfach ein. Dann gehen wir in den Wartebereich von "Rapterra". Die Bahn wurde erst am 29. März 2025 eröffnet und ist damit die neueste Attraktion des Parks. "Rapterra" wurde von Bollinger & Mabillard gebaut und ist ein sogenannter gelaunter Wing Coaster - eine Achterbahn, bei der die Sitze seitlich über beide Seiten der Schiene hinausragen, und die statt eines Lifthügels einen Katapultstart hat. Mit 44 m Höhe, 941 m Streckenlänge und 105 km/h Spitzengeschwindigkeit ist sie der weltweit höchste und längste gelaunchte Wing Coaster.
Der Wartebereich ist sehr schön gestaltet. Die Pflanzen sind vielleicht noch ein bisschen klein, aber sie wurden ja auch erst vor kurzem gepflanzt. Der Wartebereich ist immersiv als Dschungel-Tempel gestaltet, der sich um die Legende des "Jungle Hawk" dreht. Die Warteschlange bietet eine Mischung aus detaillierten Ruinen, Bambus-Elementen und ist größtenteils im Freien angelegt. Der Bereich erweckt den Eindruck, als würde man sich durch einen alten Schrein und Dschungelpfade am Fuße des fiktiven Vulkans Mt. Inferna bewegen. Auf dem Weg zur Station kommt man an Felsformationen, üppigem Grün und thematisierten Elementen vorbei, die den Besucher auf die Geschichte des Raubvogels einstimmen.
Wir gehen auf die linke Seite des Wing Coasters. Bei der Einteilung haben wir Glück, denn wir können uns die Plätze aussuchen, da wir mit als erstes in die Station gehen. Die erste Reihe ist besetzt, aber dann gehen wir eben nach hinten. Antonia und Viktoria sitzen in der letzten Reihe, Bianca und Matthias in der vorletzten.
Der Start ist spektakulär. Man wird via LSM-Magneten aus der Station heraus auf 105 km/h beschleunigt, und dann folgen ein 44 m hoher Wingover-Turn, ein Dive Loop direkt neben der Station, eine S-Kurve über die Starthalle und ein Korkenzieher. Den Abschluss bildet die sogenannte Raptor Roll - eine 360-Grad-Inversion in niedriger Höhe.
Die Fahrt macht Spaß, aber dafür, dass die Bahn neu ist, hat sie doch ganz schön geschlagen. Die Kinder fanden sie nicht so toll und wollen sie auch nicht noch einmal fahren.
Daher gehen wir noch einmal zu "Pantherian". Dieses Mal schließen wir lieber alles im Schließfach ein. Als wir in den Wartebereich gehen, ist es jetzt ein bisschen voller als beim ersten Mal. Aber länger als 15 Minuten müssen wir auch nicht warten. Da wir sowieso nicht zusammen fahren können, weil alle Gates besetzt sind, stellen wir uns am gleichen Gate an. Dann können wir wenigstens die Wartezeit gemeinsam verbringen.
Während wir am Gate stehen, hören wir, wie neben uns ein Mann einen anderen Mann vor ihm auf sein T-Shirt anspricht. Vom Dialekt her scheint es ein Deutscher zu sein. Er selbst trägt auch ein Achterbahn Shirt. Daher spricht Matthias ihn an. Und da Matthias auch ein T-Shirt von "Alpen Fury" trägt, kommen wir ein bisschen ins Gespräch. Da jetzt aber der Zug kommt, muss der Mann einsteigen. Und auch die Kinder steigen ein. Sie wollen dieses Mal zusammenfahren. Sie sitzen in der dritten Reihe von hinten. Wir steigen dann im nächsten Zug ebenfalls in die drittletzte Reihe ein.
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Die Fahrt macht wieder sehr viel Spaß. Und dieses Mal wissen wir auch, an welchen Stellen die Kräfte extrem wirken, so dass wir uns darauf vorbereiten können. Wir steigen nach der Fahrt aus und gehen zum Shop, um uns mit den Kindern zu treffen. Sie stehen dort zusammen mit dem Mann von eben. Er stellt sich als Anton vor. Kurz danach kommen auch seine beiden Freunde. Sie sind ebenfalls Achterbahn Fans und auch auf großer Tour unterwegs. Allerdings haben sie ihre große Tour noch vor sich, während es für uns morgen wieder nach Hause geht.
Wir unterhalten uns noch über unsere Erfahrungen in den Parks, insbesondere mit den Kinder-Achterbahnen, die man ohne Kinder nicht fahren darf. Und die Jungs haben es in einem Park tatsächlich geschafft, Eltern anzusprechen, um mit deren Kindern Achterbahn zu fahren. Wir verabschieden uns dann. Die Jungs wollen noch einmal zu "Rapterra" gehen, während wir lieber noch einmal "Twisted Timbers" fahren wollen.
Also laufen wir noch einmal in den hinteren Bereich des Parks zu "Twisted Timbers". Auch hier müssen wir wieder alles einschließen. Da es hier einen Metalldetektor gibt, muss wirklich alles eingeschlossen werden. Es ist ein bisschen voller als heute Morgen, aber länger als 15 Minuten müssen wir nicht warten. Bianca und Matthias sitzen in der letzten Reihe, Viktoria und Antonia in der vorletzten. Ein toller Abschluss für den intensiven Teil des Tages.
Nach der Fahrt holen wir unsere Sachen aus dem Schließfach. Außerdem holen wir uns noch einmal kühle Getränke. Es ist jetzt noch etwa eine Stunde bis Parkschluss. Und daher fahren wir noch "WindSeeker". Dies ist ein gigantisches, fast 92 m hohes Kettenkarussell. Es bietet Gästen einen atemberaubenden Panoramablick aus fast 30 Stockwerken Höhe. "WindSeeker ist ca. 92 m hoch. Es gibt Doppelsitze. Antonia und Matthias fahren als erstes, dann kommen Bianca und Viktoria.
Die Abfertigung dauert ziemlich lange. Bis alle Sitze belegt und gesichert und anschließend kontrolliert sind, vergehen bestimmt 10 Minuten. Die anschließende Fahrt ist dann jedoch gefühlt sehr kurz. Die Sitze werden langsam nach oben gezogen, während sie um den Turm rotieren. Oben angekommen, dreht sich das Karussell mit ca. 40 bis 48 km/h, wobei die Schwingen in einem Winkel von 45 Grad nach außen geneigt werden. Wir haben eine schöne Sicht auf den Park und durch den Fahrtwind ist es auch erfrischend kühl.
Um 18:38 Uhr trennen wir uns kurz: Matthias und Antonia gehen zum "Drop Tower", während sich Bianca und Viktoria beim Riesenrad "Americana" anstellen. Das "Americana" wurde 2009 von Geauga Lake, einem mittlerweile geschlossenen Park in Ohio, nach Kings Dominion gebracht und ist das erste Riesenrad in der Geschichte des Parks. Es hat eine Höhe von 33 m.
Bianca und Viktoria stellen sich also beim Riesenrad an. Es dauert ziemlich lange, bis jemand einsteigen kann. Kurz bevor Bianca und Viktoria einsteigen können, kommen Matthias und Antonia doch noch dazu. Die Fahrt mit dem Drop Tower ging schnell und hat ihnen Spaß gemacht. So fahren wir jetzt alle vier zusammen. Das Riesenrad bietet eine wunderschöne Aussicht. Die Sonne geht gerade unter und taucht den Park in ein warmes orange-rotes Licht. Von oben sieht man den Eiffelturm, die Silhouetten der Achterbahnen und weite Teile der Umgebung.
Nachdem wir zwei Runden im Riesenrad gedreht haben, müssen wir leider aussteigen. Jetzt ist es 18:59 Uhr und so langsam müssen wir den Park verlassen. Wir laufen in Richtung Ausgang und machen noch ein paar Fotos - auch vom Eiffelturm, auf den wir es wieder einmal nicht geschafft haben.
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Wir gehen zum Parkplatz und steigen ins Auto. Kurz danach halten wir noch an einer Tankstelle, um zu tanken. Dann geht es weiter in Richtung Lorton.
Um 20:30 Uhr kommen wir bei Five Guys in Lorton an. Jeder von uns bestellt sich einen Cheeseburger. Dazu nehmen wir einmal eine große Portion Pommes, die sind bei Five Guys wirklich riesig. Während wir auf das Essen warten, knabbern wir ein paar Erdnüsse. Die sind immer sehr lecker. Nach ein paar Minuten kommen dann die Burger. Diese sind auch wie immer sehr lecker und frisch.
Um 21:20 Uhr verlassen wir Five Guys und fahren nach Hause. Um 22:00 Uhr kommen wir an. Wir sind alle ziemlich müde und kaputt vom langen Tag und dem vielen Laufen in der Sonne. Um 23:00 Uhr liegen wir dann alle im Bett.
Der 26. Tag in Daten:
Datum
24.08.2025
Uhrzeit Virginia: Eastern Daylight Time (EDT = UTC-4h)Eintritt
Kings Dominion(Eintritt ab USD 39,00 p.P. und Parken USD 35,00 im ALL PARK* PASSPORT enthalten)
Übernachtung
Gemütliche Wohnung auf der unteren Ebene des Hauses, Herndon (gebucht über airbnb.de
)
Preis pro Nacht (Gästesuite: 4 Gäste, 2 Schlafzimmer, 3 Betten, 1 Badezimmer): EUR 124,70Sonstige Ausgaben
Tanken bei Citgo in Woodbridge: USD 21,16 (EUR 18,62), 7,055 G à 2,999 USD/G
Kings Dominion, Locker: USD 5,00 (EUR 4,36)
Tanken bei Flying J in Ruther Glen: USD 46,04 (EUR 40,53), 17,185 G à 2,679 USD/G
Five Guys in Lorton: USD 47,97 (EUR 41,48)Entfernung
178 Meilen gefahren
x.xxx Schritte gelaufen