Tag 8 - Zurück zum Reiseplan - Tag 10

Tag 9: Canada's Wonderworld

Die heutige Nacht endet auch wieder früh. Um 6:15 Uhr klingelt der Wecker und 15 Minuten später steht Bianca dann auf. Die Betten in unserer Unterkunft sind sehr gemütlich und das Aufstehen fällt uns zunehmend schwerer.

Um 7: 15 Uhr werden dann die Kinder geweckt, die auch nur schwer aus dem Bett kommen. Bianca deckt in der Zwischenzeit schon einmal den Frühstückstisch. Um 8:15 Uhr sind dann alle so weit fertig, dass wir frühstücken können. Es gibt wie immer Toast, Toasties, Cornflakes und Bran Flakes.

Nach dem Frühstück räumen wir schnell auf und packen unsere Sachen zusammen. Wir stecken Snacks ein und nehmen unsere Kühlbox mit, auch wenn wir hier nicht so viel Eiswürfel haben.

Um 9:15 Uhr machen wir uns dann fertig. Wir bringen die Sachen hoch ins Auto und fahren los. Bis zu unserem heutigen Ziel sind es etwa 40 Minuten Fahrzeit. Die Fahrt geht jedoch zügig und auf dem Weg kommen wir an vielen riesigen Häusern vorbei. Entweder befinden wir uns hier in einer noblen Gegend oder Immobilien sind hier in Kanada nicht so teuer.

Als wir kurz vor Canada's Wonderland sind haben wir etwas Probleme, die Einfahrt zum Parkplatz zu finden. Das Navi hat uns zu einer Straße gelotst, von der aus man aber nicht auf den Parkplatz kommt. Und so fahren wir einmal um den Park herum, um zur Einfahrt zu gelangen. Wir zeigen unseren Season Pass vor und kommen problemlos auf den Parkplatz. Dieser ist noch relativ leer und wir parken direkt am Eingang.

Wir gehen durch den Security Check und unser Trick, die Trinkflaschen aus dem Rucksack separat zu tragen, klappt eigentlich immer. Außerdem trägt Bianca den Rucksack und sie wird auch seltener angehalten als Matthias. Anschließend gehen wir zum eigentlichen Eingang. Dieser sieht ziemlich unspektakulär aus.

Es haben sich bereits kleinere Schlangen gebildet, aber es dauert keine zwei Minuten, bis wir im Park sind. Der erste Eindruck ist sehr schön. Hier gibt es nicht das typische historische Karussell am Eingang. Dafür gibt es ein großes Blumenbeet mit einem roten Ahornblatt vor einem Wasserlauf und einem Felsmassiv.

Direkt am Eingang steht "Leviathan", eine der beliebtesten Bahnen des Parks. Hier werden wir aber erst später hingehen, da sich hier bereits am Anfang des Tages Schlangen bilden. Im Vorfeld unseres Urlaubs haben wir diverse Videos mit Tipps zur Tagesplanung gesehen. Und so gehen wir erst einmal in den hinteren Teil des Parks zu "Yukon Striker", da es hier im Laufe des Tages wesentlich voller werden soll.

Also laufen wir in den Bereich Frontier Canada, der wie eine alte Westernstadt aussieht. Bevor wir in den Wartebereich gehen können, müssen wir unsere Sachen in den Locker einschließen. Leider gibt es hier keine übertragbaren Schließfächer. Wir schließen alles ein, auch die Telefone, so dass wir leider kaum Fotos gemacht haben.

Anschließend gehen wir in den Wartebereich. Mittlerweile hat sich der Wartebereich schon etwas gefüllt und wir müssen etwa 10 Minuten warten, bis wir an der Reihe sind. Die Züge von "Yukon Striker" besitzen drei Wagen. In jedem Wagen können acht Personen in einer Reihe Platz nehmen. Leider werden wir in die letzte Reihe eingeteilt. Sonst sitzen wir ja gern in der letzten Reihe, aber "Yukon Striker" ist ein Dive Coaster des Herstellers Bolliger & Mabillard. Und da ist die erste Reihe natürlich am Besten.

Bianca ist ein bisschen sauer, aber wir sind ja schon einige Dive Coaster gefahren und vielleicht können wir ja später noch einmal fahren.

Die 1.105 m lange Strecke erreicht eine Höhe von 68 m und verfügt über eine 75 m hohe erste Abfahrt von 90°. Neben einem Tunnel und einer 360°-Helix werden insgesamt vier Inversionen durchfahren: ein Immelmann, ein Zero-g-Winder, erstmals ein Looping bei einem Dive Coaster und ein weiterer Immelmann.

Die Fahrt hat Spaß gemacht und sie war auch sehr sanft. Da wir unser Schließfach noch für etwa 90 Minuten haben, gehen wir erst einmal ohne unsere Sachen zu den nächsten Achterbahnen. Als nächstes gehen wir zu "Behemoth". Diese Bahn hat sich Matthias als seine 600. Achterbahn ausgesucht.

"Behemoth" (hebr. = Riesentier) befindet sich in der Action Zone. Aber der Weg dorthin ist nicht so weit. Als wir in den Wartebereich gehen, müssen wir leider feststellen, dass es auch hier schon etwas voller ist. Wir können aber bis fast zur Station vorgehen und müssen dann nur noch eine Bahn warten, bis wir an der Reihe sind. Wir fragen, ob wir in die letzte Reihe gehen dürfen und das dürfen wir dann auch.

Die Züge von "Behemoth" haben jeweils acht Wagen. In jedem Wagen können vier Personen (zwei Reihen à zwei Personen) Platz nehmen. Anders als bei den bisherigen Achterbahnen vom Modell Hyper Coaster des Herstellers, sind die vier Sitze eines Wagens nicht nebeneinander in einer Reihe angeordnet, sondern eher in Form eines auf dem Kopf stehenden V. Dabei befinden sich die beiden mittleren Sitze direkt nebeneinander und die beiden anderen Sitze leicht schräg dahinter angeordnet. Die neue Sitzanordnung soll für eine bessere Sicht der Fahrgäste sorgen, der Zug wird dadurch aber länger als bei den älteren Anlagen dieses Typs. Ein deutlicher Nachteil dieser längeren Züge besteht jedoch darin, dass die Züge erheblich schneller an Geschwindigkeit verlieren. Die Kinder setzen sich in die letzte Reihe und wir gehen in die Reihe davor.

Der Kettenlifthill überquert die Achterbahn "Backlot Stunt Coaster". Am Fuß des, mit 75° Gefälle, bislang steilsten First Drop eines B&M Hyper Coasters, erreichen die Züge ihre höchste Geschwindigkeit. Es folgt der erste Hügel, an den sich die Kehrtwende anschließt. Es folgen drei Airtime Hügel. Eine sich anschließende Auffahrt führt zur Blockbremse der Bahn, an die sich eine 540°-Abwärtshelix anschließt. Auf Bodenniveau folgt ein Umschwung in eine 270°-Aufwärtshelix. Nach einem weiteren kleinen Hügel wird der Zug dann abgebremst, bevor er über der Warteschlange eine 180°-Kurve durchfährt und wieder in der Station ankommt. Die Bahn ist 70 m hoch, 1.621 m lang und124 km/h schnell.

Die Fahrt hat wirklich Spaß gemacht. Hier würden gern noch einmal eine Fahrt machen. Aber da hier im Park noch sehr viele Achterbahnen stehen, müssen wir erst einmal zu den anderen gehen. Aber es war auf jeden Fall eine sehr gute 600. Achterbahn.

Direkt neben "Behemoth" steht "Backlot Stunt Coaster". Also gehen wir direkt dorthin. Die Achterbahn war eben noch geschlossen, aber hat jetzt gerade aufgemacht. Und so gehen wir in den noch ziemlich leeren Wartebereich. Wir müssen nur 10 Minuten anstehen, bis wir einsteigen können. Es gibt drei kleine Züge. Jeder Zug hat zwei Zweierreihen. Die Kinder sitzen im Zug vorne, so dass sie quasi die Fahrer sind und wir sitzen hinten. Die Bahn ist 13,8 m hoch, 600 m lang und 64 km/h schnell.

Der "Backlot Stunt Coaster" ist eine Stahlachterbahn von Premier Rides. Sie ist an die Verfolgungsjagd am Ende des Films The Italian Job aus dem Jahr 2003 angelehnt. In der gesamten Bahn wurden Spezialeffekte eingesetzt, um die Szene nachzustellen, obwohl einige dieser Effekte in späteren Jahren wieder entfernt wurden. Das Thema "Italian Job" wurde 2008 nach der Übernahme der Parks durch Cedar Fair von Paramount ebenfalls fallen gelassen.

Nach einer Beschleunigung von 0 auf 64 km/h in drei Sekunden fährt der Zug aus dem Bahnhof heraus in ein dreistöckiges "Parkhaus" und durchquert dabei zwei nach oben gerichtete Helixen, die die Aufwärtsfahrt eines Autos in einem echten Parkhaus widerspiegeln sollen. Der Zug fällt dann von der Spitze der Spiralen auf eine "Straße", die von Autobahnschildern und drei Polizeiautos mit Sirenen und Blaulicht gesäumt ist. Die Fahrer weichen dann zwischen den Polizeiautos aus. Anschließend durchfahren die Fahrer eine überhöhte Kurve von 88°, gefolgt von einer Senke, und fahren eine "U-Bahn-Treppe" hinunter. Der Zug kommt dann vor einem Tunnel zum Stehen. Links vom Zug steigt ein Hubschrauber auf, der simulierte Schüsse abfeuert. Unter der Regie von Paramount ließen die Schüsse Rohre und Fässer platzen, die "Benzin" (in Wirklichkeit Wasser) um die Fahrgäste herum versprühten. Dieser Effekt wurde inzwischen entfernt. Der Zug wird dann erneut in einen Tunnel geschleudert, dreht sich und fällt, bevor er aus der "zerbrochenen Werbetafel" herauskommt, in ein L.A.-Aquädukt platscht und nach links in den Bahnhof der Bahn abbiegt.

Die Fahrt war lustig, auch wenn sie etwas kurz war. Teilweise war es ein bisschen ruppig, aber nicht zu schlimm. Es war nur schade, dass einige der Effekte nicht mehr funktioniert haben.

Direkt neben dem Eingang von "Backlot Stunt Coaster" befindet sich der Eingang zu "Mighty Canadian Minebuster". Aber leider ist diese Achterbahn immer noch geschlossen. Wir schauen in der App, welche Achterbahn in der Nähe ist und wie lange die Wartezeiten sind. Und so entscheiden wir uns für "Flight Deck".

Die Achterbahn ist ein bisschen weiter weg. Sie steht im Bereich Grande World Expo. Wir überlegen kurz, ob wir unsere Sachen aus dem Locker holen sollen, entscheiden uns aber dagegen. Da es im Moment so leer ist, kommen wir so gut durch und wollen jetzt lieber schnell die Achterbahnen fahren.

Wir gehen in den Wartebereich und es sieht ziemlich leer aus. Wir können auch gleich bis zur Station vorgehen. Auf dem Weg dorthin drängeln sich dann noch zwei Jungen vor, die uns dann auch noch die erste Reihe wegschnappen. Da die erste Reihe besetzt ist, gehen wir in die letzten beiden Reihen. Matthias und Antonia fahren zusammen in der letzten Reihe, Bianca und Viktoria gehen in die Reihe davor.

"Flight Deck" ist ein inverted Coaster von Vekoma. Die Station Flight Deck war eine der am meisten thematisierten Stationen im Park und hatte die Form eines Flugzeughangars. Die Warteschlange für die Fahrt befindet sich unter dem Hangar und verläuft in einer Kurve zwischen den beiden Seiten des Hangars hin und her. Die Züge für Flight Deck warten ebenfalls unter dem Hangar im Bahnhof. Zuvor waren rund um den Hangar viele militärische Objekte aus dem Film Top Gun zu sehen. Zu diesen Objekten gehörten Lastwagen, Flugzeuge und Radargeräte. Davon sind heute nur noch wenige vorhanden. Die Farben von Flight Deck passen zum Thema von Top Gun. Die Stützen sind grau, die Gleise selbst sind in einem viel helleren Grauton gehalten. Die Züge auf Flight Deck sind hauptsächlich rot gefärbt.

Auf dem Flugdeck verkehren ständig zwei Züge. Jeder der beiden Züge hat zehn Wagen, in denen jeweils zwei Personen Platz finden. Die Wagen der Flight Deck-Züge sind mit Schultergurten ausgestattet, die mit Sicherheitsgurten an der Unterseite des Sitzes befestigt sind. Die Züge heißen Firehawk und Raptor.

Die Bahn ist 33 m hoch, 689 m lang und 80 km/h schnell. Die Fahrt ist schlimmer als wir es erwartet haben. Die Bahn schlägt unglaublich und wir bekommen heftige Schläge auf die Ohren.

Auf dem Weg nach draußen rennen dann auch die beiden Jungen wieder an uns vorbei. Sie laufen zu ihrer Mutter und sagen, dass die Bahn ganz schlimm war und sie sie nie wieder fahren. Da können wir ihnen nur zustimmen.

Mittlerweile ist es 10:50 Uhr, d.h. wir sind in 50 Minuten vier Achterbahnen gefahren. Das ist ein guter Schnitt, aber wir haben noch 14 Bahnen vor uns. Jetzt gehen wir erst einmal zum Schließfach und holen unsere Sachen. Außerdem besorgen wir uns noch Getränke. Anschließend gehen zu dem großen Berg in der Mitte des Parks. Dieser heißt Wonder Mountain. Und im Berginneren befindet sich eine Achterbahn mit dem Namen " Wonder Mountains Guardian".

Die Warteschlange sieht auf der ersten Blick nicht so lang aus. Also stellen wir uns an. Am Anfang stehen wir im Freien und es geht nicht wirklich voran. Einige Leute vor und nach uns verlassen die Schlange und wir überlegen auch, ob wir gehen sollen. Aber die Wartezeit wird in der App mit 20 Minuten angegeben. Also bleiben wir in der Warteschlange.

Nach einiger Zeit kommen wir dann ins Berginnere. Aber hier befindet sich noch nicht gleich die Station. Hier gibt es einen weiteren Wartebereich. Nach etwa 30 Minuten sind wir dann endlich in der Nähe der Station angekommen. Aber dann hat die Achterbahn einen technischen Defekt. Etliche Leute gehen aus dem Wartebereich, aber wir bleiben. Wir hoffen, dass die Reparatur nicht allzu lange dauert und wir dann gleich an der Reihe sind.

Während wir warten, spielen wir "wer bin ich?". Und wir versuchen die Fragen zu beantworten, die auf den Bildschirmen im Wartebereich angezeigt werden. Aber nach 10 Minuten wiederholen sie sich.

Am Ende warten wir 70 Minuten. "Wonder Mountains Guardian" verkehrt mit fünf Zügen mit jeweils zwei Wagen. In jedem Wagen sitzen vier Fahrgäste in Zweierreihen mit dem Rücken zueinander jeder Zug kann acht Fahrgäste aufnehmen. Bianca und Antonia sitzen in der letzten Reihe und fahren rückwärts. Matthias und Viktoria sitzen in der ersten Reihe und fahren vorwärts. Jeder Sitz ist mit einem Schoßbügel, einer Lichtpistole und einem Lautsprecher ausgestattet, der während der Fahrt für den Ton sorgt. Die Wagen können sich um 90° in beide Richtungen drehen. Die Lichtkanonen der Züge sind so programmiert, dass sie auf den Bildschirmen des Fahrgeschäfts eine eindeutige Farbe anzeigen, um zu verdeutlichen, wo jeder Fahrer schießt, und um zwischen den Schützen zu unterscheiden.

"Wonder Mountain's Guardian" ist eine interaktive 4D-Achterbahn von ART Engineering. Sie ist etwa 304,8 m lang und hat eine maximale Höhe von 18,3 m. Die Bahn verfügt außerdem über einen der größten Drop Tracks der Welt, der eine Höhe von 9,1 m erreicht.

In der Geschichte der Fahrt, die den Ereignissen während der Fahrt vorausgeht, betritt König Adelsten den Berg, um gegen einen Drachen namens Ormaar zu kämpfen. Während des Kampfes verlor der König seine Krone. Stansein, einer der Diener des Königs, führt die Fahrer durch den Berg, um die Krone zu finden und zurückzuholen. Während der gesamten Fahrt können die Fahrer Punkte sammeln, indem sie mit ihren Lichtkanonen Objekte auf dem Bildschirm treffen. Die höchste Punktzahl wird am Ende in die "Wonder Mountain's Guardian Hall of Fame" aufgenommen.

Nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hat, macht er eine 180°-Rechtskurve und verlässt den Berg, um in einen 18,3 m hohen Kettenlift zu fahren. Oben angekommen, gleitet der Zug in einer kleinen Abfahrt nach rechts, fährt auf die andere Seite des Wonder Mountain und begibt sich nach einer geneigten Rechtskurve in das Innere des künstlichen Bergmassivs. Dann wird eine Plane heruntergelassen, die den Eingang versperrt, damit kein Licht eindringen kann. Der Zug wird langsamer und die Wagen drehen sich um 90 Grad, so dass sie den Bildschirmen zugewandt sind. Stansein sagt uns nun, dass wir uns auf den Kampf gegen die Feinde vorbereiten sollen. Die erste Szene findet in einem Wald statt, in dem wir gegen heimtückische Spinnen und Fledermäuse kämpfen. Am Ende der ersten Szene sehen die Fahrer, die die Fahrt mit Blickrichtung nach vorne begonnen haben, Stanseins ersten Auftritt, in dem er die Richtung angibt, in die die Fahrer als nächstes gehen sollen. Rückwärtsgerichtete Fahrer sehen diesen Übergang nicht.

In der nächsten Szene kämpfen die Fahrer, die von einem See im Inneren des Berges umgeben sind, gegen Wet Ones und Crazy Crabs. Die Szene beginnt oberhalb der Wasseroberfläche, bewegt sich aber später nach unten. Am Ende der Szene fährt der Zug an zwei Wasserfällen vorbei; dieser Übergang ist für rückwärtsgerichtete Fahrer nicht vorhanden.

Wir gelangen dann in eine unterirdische Stadt namens Draconian City, wo wir gegen Draconianer und Bogenschützen kämpfen. Kurz vor dem Finale sehen wir, wie Stansein seinen letzten Auftritt hat und dem Zug folgt. Wir werden dann mit weiteren Draconiern und Bogenschützen konfrontiert, bevor wir ein mit Gold bedecktes Gebiet betreten, in dem die Krone von König Adelsten gefunden wird. Kurz darauf erscheint Ormaar und spuckt Feuer auf den Boden.

Nach ein paar Sekunden entlässt das Fallgleis den Zug in einen freien Fall von 9 m und er entkommt Ormaar. Wenn der Zug die Fallstrecke verlässt, werden die Züge in ihre ursprüngliche Position gedreht und alle Punkte der Fahrer werden auf beiden Seiten der Strecke angezeigt.

Die Fahrt hat Spaß gemacht, auch wenn wir die Geschichte nicht so ganz verstanden haben. Aber eine interaktive Achterbahn macht nicht so richtig Sinn. Dann lieber nur Achterbahn oder nur Shooter.

Als wir aus der Achterbahn kommen, sehen wir in der App, dass "Mighty Canadian Minebuster" wieder aufhat. Also gehen wir gleich dorthin, bevor die Bahn wieder defekt ist. Der Wartebereich ist relativ gut gefüllt. Wir stehen eine ganze Weile im Freien und mitten in der Sonne. Das ist ganz schön warm. Nach etwa 40 Minuten Wartezeit können wir dann so langsam die Treppen hoch zur Station gehen, wo wir aber immer noch ein bisschen anstehen müssen. Nach weiteren 10 Minuten können wir dann endlich einsteigen.

Es gibt zwei Züge mit fünf Wagen. Jeder Wagen verfügt über drei Reihen, in denen jeweils zwei Personen Platz finden. Bianca und Antonia setzen sich in die 10. Reihe, Matthias und Viktoria gehen in die Reihe dahinter.

"Mighty Canadian Mine Buster" ist eine Holzachterbahn von Canada's Wonderland Rides. Die Bahn ist eine modifizierte Out-and-Back-Holzachterbahn, insbesondere durch die Hinzufügung einer spiralförmigen Aufwärtsspirale am Ende, die die offensichtlichste Änderung des traditionellen Out-and-Back-Layouts darstellt. Die Bahn ist 27 m hoch, 1.167 m lang und 90 km/h schnell.

Nach dem Verlassen des Bahnhofs macht die Bahn sofort einen U-Turn nach links, vorbei an der Station. Anschließend geht es den Lifthill hinauf. Am Scheitelpunkt des Lifts macht der Zug einen sehr kleinen Drop und biegt dann nach rechts ab, um den großen Drop zu erreichen. Danach geht es über zwei Hügel und unter einer Wasserrutsche hindurch, bevor es einen größeren Hügel hinauf und in eine Rechtskurve geht. Die Bahn fällt dann ab und rauscht über drei kleinere Hügel, bevor sie in eine schräge Linkskurve einbiegt. Zum Abschluss rasen wir durch eine Helix in einem Tunnel, bevor es in die Bremsstrecke geht, die den Zug zum Stillstand bringt.

Die Bahn macht viel Spaß. Es ist eine Holzachterbahn, die natürlich auch etwas ruppig ist, aber nicht so sehr, dass es unangenehm ist. Und die Bahn fährt gefühlt wieder einmal viel zu schnell über die Strecke.

Wir verlassen jetzt diesen Teil des Parks und gehen am Wasserpark vorbei in den hinteren Teil des Parks. Hier befindet sich der Kinderbereich Kidzville. Und hier stehen ganze drei Achterbahnen. Hier ist alles ganz süß thematisiert und schön bunt. Aber der Bereich ist auch sehr gut gefüllt. Als erstes stellen wir uns bei "Silver Streak" an.

"Silver Streak" ist ein suspended Family Coaster von Vekoma. "Silver Streak" hat einen einzigen Zug für 20 Fahrgäste. Der Zug ist mit weichen Schulterbügeln ausgestattet, wodurch ein mögliches Anstoßen des Kopfes während der Fahrt minimiert werden soll.

Wir müssen etwa 20 Minuten warten, bis wir einsteigen können. Die erste Reihe ist leider schon besetzt. Aber Viktoria und Matthias können in die zweite Reihe gehen. Bianca und Antonia setzen sich in die Reihe dahinter.

Die Achterbahn hat ein Standard Layout. Nach einer Rechtskurve wird der Zug mithilfe von Schubrädern den Lifthill hinauf bis auf eine Höhe von 14,8m geschoben. Anschließend durchfährt er eine Helix und einige weitere weite Kurven, bevor er in die Bremsstrecke einbiegt und rechts in die Station einfährt. Eine Fahrt dauert etwa 1 Minute und 16 Sekunden. Die Bahn ist 15 m hoch, 342 m lang und 42 km/h schnell.

Wir hatten eigentlich gedacht, dass die Suspended Family Coaster nicht schlagen und ganz soft fahren, aber die Fahrt war doch etwas schmerzhaft. Wir sind froh, dass wir wieder aussteigen können und müssen auch nicht unbedingt noch eine Runde damit fahren.

Die nächste Achterbahn hier im Bereich, zu der wir gehen, ist "Taxi Jam". "Taxi Jam" ist eine Stahlachterbahn für Kinder von E&F Miler Industries. Man sitzt hier in einem Zug, der so thematisiert ist, als würde ein Polizeiauto gelbe Taxis jagen. Es gibt einen Zug mit sechs Wagen. In jedem Wagen können grundsätzlich zwei Personen nebeneinandersitzen.

Wie bereits gesagt, ist es hier im Bereich relativ voll. Und auch hier an der Achterbahn hat sich eine kleine Schlange gebildet. Da die Abfertigung hier aber auch ziemlich lange dauert und die Bahn drei Runden fährt, geht es nur langsam voran.

Wir stehen ungefähr 35 Minuten an, bis wir endlich an der Reihe sind. Da wir nicht zu zweit in einen Wagen dürfen, sondern allein fahren müssen, trennen wir uns. Ansonsten würden wir allein fast einen ganzen Zug blockieren. Als erstes setzt sich Bianca in einen freien Wagen. Sie kann im dritten Wagen Platz nehmen. Anschließend fahren Antonia und Viktoria. Antonia geht in den zweiten Wagen und Viktoria in den fünften Wagen. Als letztes fährt dann Matthias und er kann sogar im letzten Wagen, im Polizeiauto sitzen.

Die Fahrt ist okay. Wir fahren drei Runden und haben unseren Spaß. Auch wenn es ein bisschen unangenehm ist, hier zwischen den ganzen kleinen Kindern zu sitzen.

Jetzt geht es noch zur letzten Bahn in diesem Bereich. Dies ist "Ghoaster Coaster". Auch hier müssen wir etwa 30 Minuten anstehen. Während wir anstehen, snacken wir ein bisschen. Wir haben getrocknete Mangos, Nachos, Mini-Paprikas und Mini-Gurken dabei, die wir jetzt knabbern.

Die Bahn hat einen einzelnen Zug mit fünf Wagen. In jeden Wagen gibt es zwei Reihen für jeweils zwei Personen. Wir setzen uns einfach irgendwo in die Mitte des Wagens. Dieses Mal wollen Antonia und Viktoria zusammenfahren.

"Ghoster Coaster" ist eine Holzachterbahn für Kinder. Gebaut wurde sie von der Taft Bradcasting Company. Sie ist 12 m hoch, 413 m lang und 56 km/h schnell.

Die Fahrt macht Spaß und für eine Kinderachterbahn fährt sie eigentlich auch recht schnell. Aber die Fahrt ist sehr sanft. Während wir den Lift hinauffahren kommt eine Durchsagen, dass Telefone weggesteckt werden sollen. Diese Ermahnung gab es auch schon bei den Fahrten vorher. Bei der Bahn, die nach uns fährt, scheint die Ermahnung nicht ausreichend zu sein. Auf jeden Fall bleibt die Bahn auf dem Lift stehen und ein Mitarbeiter muss sogar den Lift hinauflaufen. Als die Bahn dann wieder in der Station ankommt, sind sogar Sicherheitsmitarbeiter in der Station. Wir können aber nicht sehen, ob eine Person aus dem Park geführt wird.

Hier im Kinderbereich gibt es auch einen Shooting Dark Ride, "Boo Blaster". Diesen möchte Antonia gern fahren, aber im Moment ist es hier sehr voll. Es werden Wartezeiten von 60 Minuten angezeigt. Das ist uns zu lange und wir müssen ja auch noch neun weitere Achterbahnen fahren. Also verlassen wir Kidzville wieder und gehen in den Bereich Medieval Faire. Die erste Achterbahn, an der wir hier vorbeikommen, ist "The Bat".

"The Bat" ist ein Boomerang Coaster von Vekoma. Diese Art von Achterbahn mögen wir jetzt nicht so gern, aber wir stellen uns natürlich trotzdem an. Es dauert auch hier etwa 20 Minuten, bis wir an der Station sind. Es gibt einen Zug mit sieben Wagen. In jedem Wagen gibt es zwei Reihen für jeweils zwei Personen. Wir gehen in den vorletzten Wagen. Und dieses Mal fahren Antonia und Viktoria zusammen sowie Bianca und Matthias.

Die Bahn ist ein typischer Boomerang Coaster. Zu Beginn der Fahrt wird der Zug rückwärts auf den Catch-Car-Lifthügel gezogen. Nachdem der Zug dann losgelassen wird, fährt er durch die Station. Anschließend geht es in eine Cobra-Roll und in einen vertikalen Looping. Am Ende dieses Zyklus wird der Zug auf den Lifthill am Ende der Strecke gezogen und dann wieder losgelassen, so dass der Zug rückwärts durch die Strecke zurückfahren kann. Die Bahn hat eine Höhe von 35,5 m, eine Länge von 285 m und erreicht eine Geschwindigkeit von 75,6 km/h.

Direkt neben "The Bat" steht die Achterbahn "Wilde Beast". Also gehen wir gleich dort in den Wartebereich. Und auch hier müssen wir 25 Minuten warten. Während wir in der Warteschlange stehen, können wir einen guten Blick auf "The Bat" und den Lift von "Wilde Beast" werfen. Nachdem wir eine kleine Rampe hinaufgegangen sind, kommen wir in die Station.

Wilde Beast ist eine Holzachterbahn von Curtis D. Summers. Die Bahn besitzt eine 960 m lange Strecke, erreicht eine Höhe von 25 m und besitzt einen 23,8 m hohen First Drop, auf dem die Züge eine Höchstgeschwindigkeit von 90,1 km/h erreichen. Der Zug von "Wilde Beast" hat sieben Wagen mit jeweils zwei Reihen. Wir bekommen einen Platz im vorletzten Wagen. Die Kinder gehen in die hintere Reihe, wir gehen in die Reihe davor.

Nachdem wir aus der Station herausgerollt sind, macht die Bahn einen U-Turn und es geht den Lift hinauf. Oben angekommen fahren wir unter der kanadischen Flagge hindurch, bevor es dann den ersten Drop hinuntergeht.

Der 24 m tiefe Fall sorgt für jede Menge Airtime, während wir leicht nach links abbiegen und in die erste Kurve hineinfahren. Diese Kurve wird sehr langsam genommen, sodass wir einen schönen Blick auf die Skyline des restlichen Parks genießen können. Aber kurz danach kommen zwei weitere Airtime-Hügel, von denen der zweite überdacht ist. Anschließend folgt eine weitere Kurve, die mit höherer Geschwindigkeit als die erste genommen wird und viele seitliche G-Kräfte erzeugt. Dann gibt es drei weitere Airtime-Bunny-Hops, von denen der erste über das Dach des zweiten Airtime-Hügels der Achterbahn führt. Nach einer weiteren Kurve folgen vier weitere Bunny-Hops, die in die schräge Endbremsstrecke münden.

Die Fahrt war lustig und hat uns Spaß gemacht, auch wenn es Bianca wieder etwas zu rumpelig war. Bei Holzachterbahnen bekommt sie fast immer Kopfschmerzen. Zumal wir kurz vorher noch den Boomerang-Coaster gefahren sind, der auch nicht angenehm war.

Nicht weit entfernt von "Wilde Beast" steht die Achterbahn "Dragon Fyre". In dieser Ecke des Parks waren wir bisher noch gar nicht. Vor der Achterbahn steht passenderweise eine Statue mit einem Drachen. Vom Eingang zur Bahn kann man direkt bis zur Station schauen. In mehreren Serpentinen geht es bis zur Station hinauf und leider sieht es ziemlich voll. Aber nachdem wir uns angestellt haben, geht es dann doch recht schnell. Aber 25 Minuten müssen wir doch warten, bis wir an der Reihe sind.

"Dragon Fyre" ist eine Stahl-Achterbahn von Arrow Dynamics. Die Achterbahn hat eine grüne und gelbe Schiene mit violetten Stützstangen. "Dragon Fyre" ist die einzige noch existierende Achterbahn von Arrow Dynamics mit gegen den Uhrzeigersinn drehenden Korkenziehern. "Dragon Fyre" hat eigentlich drei Züge. Da der dritte Zug jedoch wegen der Kürze der Fahrzeit nie eingesetzt werden konnte, hat man ihn einfach für die Achterbahn "The Bat" verwendet. Die Bahn ist 24 m hoch, 658,5 m lang und 80 km/h schnell.

Antonia und Matthias setzen sich in die letzte Reihe, Bianca und Viktoria gehen in die Reihe davor. Wir machen uns auf das schlimmste gefasst, denn Arrow Bahnen sind oftmals nicht ganz so angenehm, da sie doch schon einige Jahre alt sind. Diese Bahn wurde im Jahr 1981 eröffnet.

Nach dem Verlassen der Station biegt die Strecke nach links ab und steigt den 24 m hohen Lift Hill hinauf. Dieser führt direkt in einen 23 m hohen Drop auf Bodenhöhe. Anschließend folgt eine kurze gerade Strecke, bis sie durch zwei aufeinanderfolgende vertikale Loops fährt und unter der Bremsstrecke von "Leviathan" hindurchführt. Nach den vertikalen Loopings biegt die Bahn nach links ab, passiert einen Backstage-Bereich und fährt in eine gegen den Uhrzeigersinn verlaufende Doppel-Corkscrew, während sie wieder unter "Leviathan" hindurchführt. Es folgt eine im Uhrzeigersinn verlaufende Aufwärtshelix, die die Fahrt beendet.

Die Fahrt war ganz okay und nicht so rumpelig wie gedacht. Aber angenehm sind die Arrow Züge und Bahnen nicht. Also verlassen wir die Bahn und gehen jetzt wieder zurück in den hinteren Teil des Parks. Hier gibt es mit Planet Snoopy einen weiteren Kinderbereich. Und hier steht natürlich auch eine Achterbahn.

Leider ist es hier immer noch sehr voll. Wir hatten gehofft, dass es im Kinderbereich gegen Abend vielleicht etwas leerer wird. Aber jetzt ist es 17:00 Uhr und damit wahrscheinlich immer noch zu früh. Hier steht "Snoopy's Racing Railway", ein Family Launch Coaster von ART Engineering.

"Snoopy's Racing Railway" besteht aus einer kurzen Anlage mit zwei geschlossenen Startrampen und mehreren Versatzstücken, die die Gäste während der Fahrt zwei Mal umrunden müssen. Der Zugführer Snoopy kämpft gegen die Unruhestifter von Woodstock und seinen Freunden. Der Zug jagt Woodstocks Bad Seed Gang durch die Stadt, bevor sie von RCMP Officer Charlie Brown gefangen genommen werden.

Der Wartebereich ist ganz nett gestaltet und so ist es zumindest nicht ganz so langweilig, als wir uns hier anstellen. Wir müssen fast eine Stunde warten, bis wir zur Station kommen. Die Abfertigung dauert unglaublich lange und wir sehen nur alle paar Minuten eine Achterbahn an uns vorbeifahren.

Die Bahn ist 9 m hoch, 245 m lang und 50 km/h schnell. Es gibt einen Zug mit sieben Wagen. In jedem Wagen können zwei Personen nebeneinandersitzen. Der Zug ist schön gestaltet. Er sieht wie eine Dampfeisenbahn aus und am letzten Wagen steht Snoopy auf einer kleinen Trittfläche auf einem Fass.

Viktoria würde gern in der letzten Reihe bei Snoopy sitzen. Wir bekommen leider nur Plätze in der Mitte zugewiesen. Und so fahren Matthias und Viktoria zusammen und Bianca fährt mit Antonia.

Die Fahrt war ganz lustig und hat Spaß gemacht. Aber es war auf keinen Fall eine 60-minütige Wartezeit wert. Es ist jetzt 18:00 Uhr und wir müssen noch zwei Achterbahnen fahren, bevor Viktoria ihre 600. Achterbahn fahren kann. Also laufen wir zurück zum Wonder Mountain in der Mitte des Parks. Neben "Wonder Mountain's Guardian" gibt es hier noch eine weitere Achterbahn. Und so stellen wir uns jetzt bei "Thunder Run" an.

Leider ist es auch hier recht voll. Zunächst stehen wir in einem Wartebereich, der ebenerdig am Felsen entlangführt. Anschließend geht es dann eine Treppe hinauf zur Station. Von außen sieht es ein bisschen aus, wie ein Schweizer Chalet.

Es dauert dann auch etwa 30 Minuten bis wir zur Station kommen. Und da wir schon so lange gewartet haben, stellen wir uns für die letzten beiden Reihen an. Viktoria und Matthias gehen ganz nach hinten. Bianca und Antonia setzen sich in die Reihe davor.

Thunder Run ist eine angetriebene Achterbahn, die einem entgleisenden Minenzug nachempfunden ist. Der Zug bestehend aus neun Waggons mit je zwei Sitzreihen und einer zusätzlichen Einzelreihe an der Vorderseite des Zuges fährt direkt in den Wonder Mountain, den künstlichen Berg. Hersteller der Bahn ist Mack Rides. Die Bahn ist 10 m hoch, 330 m lang und 40 km/h schnell.

Sobald der Zug den Bahnhof verlässt, durchqueren wir eine Linkskurve mit Steigung, gefolgt von einer aufsteigenden Helix nach links im Inneren des Wonder Mountain. Ein Teil dieser Helix ist offen, so dass wir während der Fahrt einen Blick auf die Umgebung werfen können. Während der Steigung in der Helix nimmt der Zug an Geschwindigkeit zu. Anschließend fährt der Zug wieder in den Berg hinein und durchquert eine abwärts führende Doppelhelix auf der rechten Seite in völliger Dunkelheit, mit Spezialeffekten. Der Zug fährt in einen dekorierten Lichttunnel ein, gefolgt von einer abwärts gerichteten Kurve. Danach durchfährt der Zug den Bahnhof und fährt die Strecke ein zweites Mal. Im Innern des Berges gibt es viele visuelle Effekte, u.a. einen Drachen mit dem Spitznamen Herman.

Auch diese Fahrt hat Spaß gemacht und falls wir morgen noch Zeit haben, würden wir "Thunder Run" auch noch einmal fahren. Hier im Berg fährt auch "Alpenfury". Aber diese Bahn soll Antonias 600. Achterbahn werden. Daher fahren wir sie wahrscheinlich erst morgen, wenn wir mit unserem Season Pass früher in den Park kommen.

Auf der anderen Seite des Wonder Mountain fährt noch eine weitere Achterbahn. Und so stellen wir uns bei "Vortex" an. "Vortex" ist eine Suspended-Coaster des Herstellers Arrow Dynamics. Zurzeit ist sie, zusammen mit "Ninja" in Six Flags Magic Mountain die schnellste Suspended-Achterbahn.

Pro Zug besitzt Vortex sechs Wagen. In jedem Wagen können vier Personen in zwei Reihen à zwei Personen Platz nehmen. Als Rückhaltesystem kommen Schulterbügel zum Einsatz. Da der letzte Wagen schon besetzt ist, gehen wir in den Wagen davor.

Der Streckenverlauf passt sich dem Gelände an. Dazu werden die Züge 28 m auf den Wonder Mountain hochgezogen. Bei der 26 m hohen Abfahrt, auf der die Züge eine Geschwindigkeit von 88,5 km/h erreichen, und in den Kurven schwingen die einzelnen Wagen zur Seite aus.

Das ist mal eine etwas andere Achterbahn und die Fahrt macht daher auch Spaß. Insbesondere in der Schlussbremse schwingen die einzelnen Wagen sehr stark hin und her.

Jetzt ist es bereits 19:15 Uhr und wir können endlich zu "Leviathan", Viktorias 600. Achterbahn, gehen. Also laufen wir in Richtung Ausgang.

Wir schließen unseren Rucksack, die Bauchtasche und die Trinkflaschen im Schließfach ein und gehen dann zum Wartebereich. Dieser ist leider ziemlich voll. Am Anfang denken wir, dass es gar nicht so voll ist. Aber als wir in den Bereich gehen und einmal um die Station laufen, sehen wir, dass der Wartebereich hier noch weitergeht und fast alle Gänge belegt sind. Aber immerhin ist dieser hintere Bereich überdacht.

Die Schlange ist zwar sehr lang, aber es geht eigentlich stetig voran. Während wir hier stehen und warten, spielen wir wieder "Wer bin ich?" und wir schließen Wetten ab, wie oft wir in einem Gang stehenbleiben müssen bzw. wie weit wir immer gehen können. Am Ende des Wartebereichs geht es eine Treppe zur Station hinauf. Oben angekommen wird man dann auf die Reihen eingeteilt. Wir müssen am Ende etwa 80 Minuten warten, bis wir endlich an der Reihe sind.

Wir können uns den Platz leider nicht aussuchen und werden in die vorletzte Reihe eingeteilt. "Leviathan" verfügt über drei Hyper-Coaster-Züge in hellblau. Der erste Wagen jedes Zugs ist mit einem grimmig schauenden Augenpaar verziert. Jeder Zug hat acht Wagen mit einer Sitzreihe für vier Personen. Als Rückhaltesystem gibt es Schoßbügel.

"Leviathan" ist eine Stahlachterbahn von Bolliger & Mabillard, und der erste Giga Coaster des Herstellers, also die erste Achterbahn, die eine Höhe von 91 m (300 Fuß) überschritt. Die 1.672 m lange, 93 m hohe und 148 km/h schnelle Anlage ist zurzeit die höchste und schnellste Achterbahn Kanadas.

Wir sind noch nie einen Giga Coaster gefahren und sind schon etwas aufgeregt. Nachdem der Zug die Station verlassen hat, absolviert er eine 180°-Kurve nach rechts und erreicht den 93 m hohen Lifthill. Als wir den Lifthill hinauffahren, kommt es uns schon recht hoch und auch lange vor. Es folgt dann der um 80° geneigte First Drop, auf dem die Höchstgeschwindigkeit von 148 km/h erreicht wird. Am Fuße der Abfahrt durchfährt der Zug den 30 m langen Tunnel und fährt in eine 50 m hohe übergeneigte Rechtskurve ein. Es folgt eine weitere Abfahrt und eine bodennahe Linkskurve, die mit 122 km/h durchfahren wird. Anschließend erklimmt der Zug einen 56 m hohen Camelback, auf den ein 45 m hoher und um 115° geneigter Hammerhead Turn folgt. Diese beiden Elemente befinden sich auf dem Parkplatz und im Eingangsbereich des Parks.

Nach Verlassen des Hammerhead Turns fährt der Zug mit 97 km/h in die zweite bodennahe Kurve ein. Anschließend fährt der Zug einen kleineren, 38 m hohen Camelback empor und fährt in die dritte linksgeneigte bodennahe Hochgeschwindigkeitskurve ein, woraufhin es in die Schlussbremse geht. Anschließend geht es in die Station zurück.

Die Fahrt hat unglaublich Spaß gemacht. Wir sind absolut begeistert. Am liebsten würden wir gleich noch einmal fahren, aber leider ist die Schlange immer noch sehr lang. Der Park hat zwar noch bis 22:00 Uhr offen und wir hätten jetzt theoretisch noch 1,5 Stunden. Aber wir sind heute 16 Achterbahnen gefahren und hatten wenig Schlaf. Wir sind müde und geschafft. Daher beschließen wir, einfach früher nach Hause zu gehen.

Wir holen also unsere Sachen aus dem Schließfach und gehen Richtung Ausgang. Es ist mittlerweile dunkel geworden und alles ist schön beleuchtet. Wir machen noch ein paar Fotos und verlassen dann den Park.

Der Weg zum Ausgang ist zum Glück nicht weit. Wir holen dann noch ein paar Getränke aus der Kühlbox, die zum Glück noch kühl sind.

Dann machen wir uns auf den etwa 25-minütigen Rückweg nach Brampton. Da wir aber noch Hunger haben, suchen wir uns einen Domino's Pizza in der Nähe unserer Unterkunft heraus, an dem wir dann gleich noch vorbeifahren.

Das Geschäft ist ziemlich unscheinbar und wir suchen uns einen Parkplatz. Wir gehen in das Geschäft und fragen erst einmal nach Angeboten. Irgendwie gibt es immer Angebote, bei denen man die Pizzen günstiger bekommt. Dieses Mal sind zwei mittlere Pizzen mit zwei Belägen im Angebot. Das ist perfekt. Und so bestellen wir eine Pizza mit Pepperoni und Provolone für Viktoria, Tomate und Pilze für Antonia und Pepperoni und Jalapeno für Matthias.

Im Geschäft gibt es zum Glück eine Bank, auf die wir uns setzen können, während wir auf die Pizzen warten. Das Ganze dauert dann etwa 25 Minuten. Mit den Pizzen gehen wir dann nach draußen zum Auto und fahren die 10 Minuten bis zur Unterkunft.

Dort räumen wir alles aus dem Auto und gehen nach unten in die Wohnung. Anschließend essen wir unsere Pizzen. Bianca fängt schon einmal an, die Wäsche zu sortieren. Zum Glück haben wir hier eine Waschmaschine und einen Trockner, so dass wir endlich waschen können. Wir sind jetzt schon neun Tage unterwegs und so langsam wird die Kleidung knapp.

Nach dem Essen macht Viktoria noch Duolingo und Antonia geht ins Bett, um zu lesen. Gegen 23:30 Uhr gehen wir dann aber alle ins Bett, damit wir wenigstens noch ein bisschen Schlaf bekommen.


Der neunte Tag in Daten:

Datum
07.08.2025
Uhrzeit New York/Ontario: Eastern Daylight Time (EDT = UTC-4h)

Eintritt
Canada's Wonderland (Eintritt USD 45,00 p.P. und Parken USD 30,00 im ALL PARK* PASSPORT enthalten)

Übernachtung
Gästesuite , Brampton (gebucht über airbnb.de )
Preis pro Nacht (Gästesuite: 5 Gäste, 2 Schlafzimmer, 3 Betten, 1 Badezimmer): EUR 153,11

Sonstige Ausgaben
Canada's Wonderland, Locker: CAD 3,00 (EUR 1,88)
Dominos, Brampton: CAD 30,48 (EUR 19,10)

Entfernung
32 Meilen gefahren
15.201 Schritte/10,26 km gelaufen

Tag 8 - Zurück zum Reiseplan - Tag 10

zurück zur Urlaubsseite